Bürgerversammlung in Suhl: Widerstand gegen Windkraft im Kleinen Thüringer Wald
Heute ist der 10.07.2026, und in Suhl, genau genommen im Ortsteil Dietzhausen, wurde am Mittwoch eine Bürgerversammlung abgehalten. Das Thema? Die Ausweisung des Kleinen Thüringer Waldes als Landschaftsschutzgebiet. Ein Anliegen, das die Anwohner aus Mäbendorf, Dietzhausen und Wichtshausen sichtlich beschäftigt hat. Bei dieser Versammlung wurde deutlich, dass der Beschluss des Suhler Stadtrats aus dem Jahr 2022, keine Windkraftanlagen im Kleinen Thüringer Wald zuzulassen, nach wie vor große Unterstützung findet. Viele in der Runde waren sich einig: Der Wald soll geschützt bleiben!
Die Stadt Suhl plant zudem, eine ablehnende Stellungnahme zur Ausweisung des Gebiets als Windvorranggebiet W21 abzugeben. Das klingt nach einer klaren Botschaft an die Regionalplanung. Das ist keine Kleinigkeit, denn der Kleine Thüringer Wald ist nicht nur ein schöner Fleck Erde, sondern auch ein Rückzugsort für viele Tiere und Pflanzen. Der Gedanke, dort Windkraftanlagen zu errichten, stößt auf Widerstand. Es wird klar, dass der Schutz der Natur für die Anwohner oberste Priorität hat.
Neue Entwicklungen zur Windenergie
In der zweiten Jahreshälfte 2026 wird ein überarbeiteter Entwurf des Sachlichen Teilplans „Windenergie“ der Regionalen Planungsgemeinschaft Mitte veröffentlicht – so ist zumindest der Plan. Der Entwurf, der am 12.12.2023 vorgestellt wurde, sieht mehrere Windvorranggebiete im Thüringer Wald vor, darunter die Bereiche W-39, W-40, WG-15, W-41 und WG-14. Das ist eine große Fläche von insgesamt 596 Hektar, also 5.960.000 m², die in der Planung berücksichtigt werden soll. Aber – und das ist wichtig – die Flächen für die nötigen Zufahrtsstraßen sind noch nicht eingerechnet. Man fragt sich, wie das alles in der Praxis aussehen könnte.
Nach der Veröffentlichung des Entwurfs wird es einen Zeitraum von acht Wochen geben, in dem Stellungnahmen abgegeben werden können. Das könnte für die Anwohner und Naturschützer eine wichtige Gelegenheit sein, ihre Bedenken und Wünsche laut und deutlich zu äußern. Die Diskussion um Windkraft und den Schutz von Landschaften ist also noch lange nicht zu Ende und wird sicherlich auch die kommenden Monate prägen.
Was also bleibt? Die Bürgerversammlung in Suhl hat gezeigt, dass die Menschen hier vehement für den Erhalt ihrer Natur eintreten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird – sowohl in Bezug auf den Kleinen Thüringer Wald als auch auf die geplanten Windvorranggebiete. Die Natur hat ihre eigenen Gesetze, und manchmal ist es nicht einfach, diese mit den menschlichen Bedürfnissen in Einklang zu bringen. Aber eines ist klar: die Diskussion ist eröffnet und wird weitergehen.
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