Übernahme des Förderzentrums Bruchstedt durch den Unstrut-Hainich-Kreis
Heute ist der 17.07.2026, und im Unstrut-Hainich-Kreis gibt es Neuigkeiten, die für viele Familien von großer Bedeutung sind. Der Unstrut-Hainich-Kreis hat beschlossen, das Förderzentrum Bruchstedt selbst zu übernehmen. Diese Entscheidung folgt auf gescheiterte Gespräche zwischen dem bisherigen Träger, Thepra, und der Awo. Der Awo-Geschäftsführer Frank Albrecht hat bestätigt, dass keine akzeptable Vereinbarung erzielt werden konnte, was letztlich zu diesem Schritt führte.
Die Übernahme des Förderzentrums, das als Ganztagsschule für Kinder und Jugendliche mit geistigen Behinderungen zwischen sechs und 18 Jahren fungiert, wird zum 1. August 2026 vollzogen. Die Einrichtung ist das einzige Angebot dieser Art im Unstrut-Hainich-Kreis, und es ist wichtig, dass sie erhalten bleibt. Rund 55 Schülerinnen und Schüler werden dort von Sonderpädagogen und Therapeuten betreut. Es ist eine wichtige Aufgabe, diesen Kindern Sicherheit und Verlässlichkeit zu bieten, und das hat auch Kreistag und Landrat Thomas Ahke in den letzten Wochen betont.
Der Weg zur Übernahme
Die Vorbereitungen für die Übernahme sind bereits in vollem Gange. Das Landratsamt Unstrut-Hainich-Kreis hat angekündigt, sich umgehend mit den organisatorischen Herausforderungen zu befassen. Der Landkreis plant, das Förderzentrum nahtlos weiterzuführen, was bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler auch nach dem Schuljahr 2025/2026 in Bruchstedt bleiben können.
Die Gespräche zwischen Thepra und der Awo waren von Anfang an mit Schwierigkeiten behaftet. Offene Haftungsfragen und andere Probleme führten dazu, dass bis Ende Juni kein Vertrag zustande kam. Thepra hatte bereits Ende 2025 angekündigt, den Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen einstellen zu wollen, was die Situation zusätzlich verkomplizierte. Nach dem Vorratsbeschluss des Kreistags im Juni war klar, dass der Landkreis selbst aktiv werden muss.
Die Bedeutung des Förderzentrums
Das Förderzentrum „Am Fernebach“ spielt eine zentrale Rolle für die betroffenen Familien. Hier finden Kinder mit besonderen Bedürfnissen nicht nur Bildung, sondern auch Unterstützung und Begleitung in ihrem Alltag. Landrat Ahke hat immer wieder betont, wie wichtig es ist, für das Wohl der Kinder und Jugendlichen Verantwortung zu übernehmen. Das Förderzentrum soll daher nicht nur erhalten, sondern auch weiterentwickelt werden.
Es bleibt spannend, wie sich die Übernahme entwickeln wird. Rund zehn Wochen sind noch bis zur geplanten Übergabe, und sowohl die Kreisverwaltung als auch der THEPRA Landesverband Thüringen e.V. arbeiten eng zusammen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Die Unterstützung des THEPRA Landesverbandes ist dabei von großer Bedeutung, um die gewohnte Qualität der Betreuung aufrechtzuerhalten.
Blick auf das Thüringer Schulsystem
Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat in den letzten Jahren die Rahmenbedingungen für Förderschulen und Förderzentren immer wieder angepasst. Die Thüringer Verordnung zur sonderpädagogischen Förderung regelt beispielsweise den gemeinsamen Unterricht an staatlichen Schulen und bietet zahlreiche Informationen für Eltern und Fachkräfte. Die Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in das reguläre Schulsystem ist ein wichtiges Thema, das auch in der Diskussion um das Förderzentrum Bruchstedt eine Rolle spielt.
Es bleibt abzuwarten, wie der Landkreis die Herausforderungen meistern wird. Der Fokus liegt klar auf der sicheren und verlässlichen Betreuung der Kinder, die auf die Unterstützung der Fachkräfte angewiesen sind. Ein starker Schulträger kann hier entscheidend sein, um das Förderzentrum auch in Zukunft als wertvolle Einrichtung für die Region zu erhalten.
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