Weimarer Fußball-Mädchen gewinnen Landestitel und fahren zum Bundesfinale
In Weimar gibt es Grund zur Freude! Die talentierten Fußball-Mädchen des Humboldt-Gymnasiums haben sich erneut in die Geschichtsbücher eingetragen. Unter der Anleitung von Trainer Henri Rode haben sie den Landestitel von „Jugend trainiert für Olympia“ im Fußball zum neunten Mal in Folge gewonnen. Die Mannschaft, die in der Wettkampfklasse IV (5. und 6. Klasse, Jahrgänge 2014/15) spielt, wird nun zum Bundesfinale fahren. Dieses findet Anfang des neuen Schuljahres auf dem Verbandscampus in Frankfurt/Main statt, anlässlich des 125-jährigen Jubiläums des DFB. Rode hebt hervor, dass der DFB eine besondere Veranstaltung angekündigt hat, auf die sich alle freuen können.
Beim Landesfinale in Erfurt haben die Weimarerinnen ohne Gegentor gewonnen, was schon für sich genommen ein starkes Statement ist. Die Mädchen haben sogar den Technikwettbewerb gewonnen und starteten mit einer 1:0-Führung in die anschließenden Spiele. Die Ergebnisse sprechen für sich: Ein beeindruckender 6:0-Sieg gegen Ruhla und ein noch deutlicherer 8:0-Sieg gegen Gera. Das Bundesfinale wird vom 14. bis 17. September stattfinden. Eine der Spielerinnen, Selma Radtke, wird bereits zum dritten Mal am Bundesfinale für Schulmannschaften teilnehmen. Das zeigt, wie stark das Team gewachsen ist und welche Erfahrungen sie bereits sammeln konnten.
Vorbereitung auf die Mini-WM
Ein weiteres Highlight steht am 20. Juni an, wenn die Mannschaft bei der Mini-WM von Funke in Arnstadt antreten wird. Interessanterweise hat das Team bei der Auslosung Saudi-Arabien gezogen. Trotz der ernsten politischen Konnotationen betont Rode, dass es bei diesem Turnier um den Spaß am Fußball geht und nicht um politische Themen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie einige Spielerinnen erst seit einem Jahr Fußball spielen und dennoch ein tolles Niveau erreicht haben – teilweise durch Training mit U15 und U17.
Doch was genau erwartet die Mannschaft im Bundesfinale? Gespielt wird auf Kleinfeldern mit 5×2-Meter-Toren im Sieben-gegen-Sieben-Modus. Vor den Spielen müssen alle Spielerinnen drei Technikübungen absolvieren: Dribbeln, Passen und Torschuss. Der Spielstand zu Beginn des Spiels ergibt sich aus den Leistungen in diesen Übungen, was die ganze Sache noch spannender macht. Die Leistung der gesamten Mannschaft fließt dabei in den Spielstand ein – eine interessante Handicap-Regelung.
Die Zukunft des Jugendfußballs
Der DFB hat sich auch auf die Fahnen geschrieben, den Jugendfußball weiterzuentwickeln. Beim Bundesjugendtag 2025 wurde ein Maßnahmenkatalog verabschiedet, der besonders die Mädchenförderung in den Fokus rückt. Unter dem Motto „Kicken mit Spielfreude – Wachsen im Team“ sollen flexible Angebote und digitale Lösungen gefördert werden. Der DFB ruft sogar das „Jahr der Schule“ aus, um die Kooperation zwischen Schulen und Vereinen zu stärken. Über 500 Kinder und Jugendliche sind an Pilotprojekten beteiligt, und das Ziel ist klar: Mehr Mädchen sollen regelmäßig Fußball spielen.
Diese Initiativen sind nicht nur wichtig für die Entwicklung junger Talente, sondern auch für die Integration und Förderung des Fußballs in der Gesellschaft. In einer Zeit, in der Bewegung und Teamgeist einen hohen Stellenwert haben, ist es umso schöner, dass solche Projekte ins Leben gerufen werden. Die Weimarer Fußball-Mädchen sind ein glänzendes Beispiel dafür, wie Leidenschaft und Engagement im Sport Früchte tragen können. Es bleibt spannend, wie sich die nächsten Spiele entwickeln werden!
Für weitere Informationen und Details zur Geschichte der Weimarer Mädchenfußballmannschaft können Sie den Artikel auf thueringer-allgemeine.de nachlesen.
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