Heute ist der 19.05.2026 und wir werfen einen Blick nach Thüringen, wo eine aktuelle Umfrage die Situation der Ehrenamtlichen in Deutschland beleuchtet. Mehr als 5.000 Menschen haben an dieser Umfrage teilgenommen, die vom MDR durchgeführt wurde. Dabei zeigt sich ein klarer Trend: Viele der Befragten empfinden eine unzureichende Wertschätzung für ihre ehrenamtliche Arbeit. Das ist schon ein bisschen traurig, wenn man bedenkt, wie viel Herzblut und Engagement in diese Tätigkeiten fließen. Die Ehrenamtlichen bekommen kein Geld, sie tun es aus Überzeugung und aus einem tiefen Bedürfnis heraus, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben.
Ein interessanter Aspekt der Umfrage ist, dass die Wertschätzung oft nur von Freunden oder Familienmitgliedern kommt. Das lässt die Frage aufwerfen: Wo bleibt die Anerkennung von Seiten des Staates? Viele der Befragten sind der Meinung, dass dort deutlich mehr Unterstützung nötig ist. Ohne die Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, würde vieles in unserer Gesellschaft nicht funktionieren. Ein Appell an die Politik, hier mehr Hilfe und Ressourcen bereitzustellen, ist also mehr als angebracht. Die Ehrenamtlichen leisten einen unverzichtbaren Beitrag – das sollte nicht nur im Stillen gewürdigt werden.
Der aktuelle Stand des Ehrenamts in Deutschland
Im Jahr 2024 haben sich in Deutschland fast 27 Millionen Menschen ehrenamtlich engagiert. Das sind etwa 37 Prozent der Bevölkerung, aber auch ein Rückgang von vier Millionen im Vergleich zu 2019. Spürbar, oder? Damals waren es noch 31 Millionen, was fast 40 Prozent entsprach. Auf der positiven Seite ist jedoch, dass die Ehrenamtlichen mehr Zeit in ihre Tätigkeiten investieren. Rund 24 Prozent widmen drei bis fünf Stunden pro Woche ihrer ehrenamtlichen Arbeit, und 19 Prozent sogar sechs Stunden oder mehr. Das sind beachtliche Zahlen, vor allem, wenn man bedenkt, dass sich diese Anteile in den letzten Jahren erhöht haben.
Der Freiwilligensurvey, die größte Untersuchung zu diesem Thema, wird alle fünf Jahre durchgeführt und liefert spannende Einblicke. Bei den Altersgruppen zeigt sich, dass vor allem die 30- bis 49-Jährigen am aktivsten sind, während das Engagement in der Gruppe der über 75-Jährigen deutlich abnimmt. Interessanterweise gibt es kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Frauen und Männer engagieren sich gleich häufig. Ein weiterer Faktor ist die Bildung – Menschen mit höherem Bildungsgrad sind häufiger ehrenamtlich aktiv. Hier könnte man fast anmerken, dass Bildung auch mit einem gewissen Verantwortungsbewusstsein einhergeht.
Besonderheiten und Herausforderungen im Ehrenamt
Ein bemerkenswerter Punkt ist der Rückgang im Bereich Kultur und Musik, der stärker betroffen ist als andere Bereiche. Im Kontrast dazu verzeichnen die Unfall- und Rettungsdienste einen Zuwachs an Freiwilligen. Das zeigt, dass es in der Gesellschaft unterschiedliche Prioritäten gibt, wenn es um ehrenamtliches Engagement geht. Der größte Teil der Freiwilligen engagiert sich übrigens im Sport und in karitativen Tätigkeiten. Das sind Bereiche, die oft auch viel Freude und Gemeinschaftsgefühl mit sich bringen.
In Anbetracht all dieser Informationen wird deutlich, dass das Ehrenamt in Deutschland eine wichtige Rolle spielt, aber auch vor Herausforderungen steht. Die Umfrage aus Thüringen macht klar: Es braucht mehr Wertschätzung und Unterstützung von Seiten des Staates, um die Menschen zu motivieren und ihnen das Gefühl zu geben, dass ihr Engagement zählt. Vielleicht sollten wir alle einen Schritt zurücktreten und über unsere eigene Haltung gegenüber ehrenamtlicher Arbeit nachdenken. Denn letztlich profitieren wir alle von denjenigen, die sich ohne finanziellen Anreiz für andere einsetzen. Wenn das mal kein Grund ist, um mehr Anerkennung zu zeigen!
Für weitere Informationen und Details zu dieser Thematik lohnt sich ein Blick auf die MDR-Umfrage und die Tagesschau-Berichterstattung, die spannende Einblicke und aktuelle Zahlen bieten.
