Alarmstimmung in der deutschen Metall- und Elektroindustrie! Die IG Metall hat die Beschäftigten zu einer heftigen Warnstreikwelle aufgerufen, die in der Nacht zum Dienstag begann. Der Grund für diese drastischen Maßnahmen? Nach einem enttäuschend schwachen Angebot der Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen sind die Nerven der 3,9 Millionen Beschäftigten am Limit!
Von Warnstreiks in ganz Deutschland betroffen, beteiligten sich allein im IG-Metall-Bezirk Mitte, der Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland umfasst, rund 5.600 Arbeitnehmer. Bei Norma Germany in Maintal legte die Nachtschicht von 75 Personen ihre Arbeit nieder. In Wiesbaden und Ginsheim-Gustavsburg schlossen sich insgesamt 150 weitere Beschäftigte an. In Oberursel protestierten über 200 Mitarbeiter von Rolls Royce, während in Wölfersheim etwa 160 Angestellte von Mahle Ventiltrieb sich dem Aufruf anschlossen.
Protest mit Trillerpfeifen und Transparenten
Verstärkt durch Trillerpfeifen und gut sichtbare Transparente, machten die Streikenden ihrem Unmut Luft und signalisierten, dass es so nicht weitergehen kann. Bereits ab Mittwoch soll die Streikwelle ausgeweitet werden, und die IG Metall kündigt eine intensive zweiwöchige Protestphase an. In Hessen stehen unter anderem die Gießerei Breyden in Breidenbach, das Daimler-Werk in Kassel sowie die Autozulieferer von Vitesco Technologies und Continental auf der Streik-Liste.
Im Zentrum des Konflikts steht die Forderung nach deutlich höheren Löhnen. Die IG Metall hat eine 7-prozentige Lohnerhöhung innerhalb eines Jahres gefordert, während die Arbeitgeber nur 3,6 Prozent über 27 Monate anbieten. Die erste Erhöhung von 1,7 Prozent soll erst im Juli 2025 greifen, wenn es nach den Beschlüssen der Arbeitgeber geht. Am Donnerstag werden die Gespräche fortgesetzt, und eine Lösung ist dringender denn je, besonders im Schatten der drastischen Sparpläne von VW.