Heute ist der 22.05.2026, und in Hamburg gibt es Neuigkeiten, die besonders für die über 36.000 Menschen, die hier an Demenz leiden, von großer Bedeutung sind. Die Situation ist oft herausfordernd, nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für die Angehörigen, die sich in der Regel um die Pflege kümmern. Die Anforderungen, die diese Erkrankung an alle Beteiligten stellt, verändern sich im Verlauf der Zeit, und da kann Unterstützung wirklich Gold wert sein. Um genau dieser Herausforderung zu begegnen, wurde ein neuer Wegweiser für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen erstellt. Der „Wegweiser Demenz“ in der 5. Auflage bietet eine umfassende Übersicht über die Beratungs-, Unterstützungs- und Betreuungsangebote im Bezirk Wandsbek.

Besonders wichtig ist, dass viele bestehende Angebote oft nicht hinreichend bekannt sind. Das kann zu Unsicherheiten und einem Gefühl der Isolation führen. Um dem entgegenzuwirken, hat das Wandsbeker Netzwerk Demenz unter der Federführung der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. V. diesen aktualisierten Wegweiser ins Leben gerufen. Alle Angebote und Kontakte sind online zu finden unter demenznetz-wandsbek.de/kontakte-wandsbek. Ab Juni 2026 kann der Wegweiser auch kostenfrei bei der Alzheimer-Gesellschaft Hamburg angefordert werden.

Ein umfassendes Netzwerk für Betroffene

Das Netzwerk hat sich über 20 Jahre lang für die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz engagiert. Gerade die Unterstützung von Angehörigen wird als essenziell angesehen. Schließlich ist es nicht nur der Mensch mit der Erkrankung, der leidet – auch die Familien sind stark betroffen. Die Kontaktmöglichkeiten zur Alzheimer-Gesellschaft Hamburg sind ebenfalls wichtig: Man kann einfach anrufen unter der Telefonnummer 040 47 25 38 oder eine E-Mail an info@alzheimer-hamburg.de senden.

In Deutschland leben derzeit rund 1,84 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Das sind erschreckend viele, und die Zahlen steigen. Im Jahr 2023 erkrankten zwischen 364.000 und 445.000 Menschen neu an Demenz. Die Lebenserwartung in Deutschland steigt, was dazu führt, dass mehr Menschen erkranken, als sterben. Bis 2050 könnte die Zahl der Demenzkranken auf bis zu 2,7 Millionen ansteigen. Das ist eine Entwicklung, die uns alle betrifft und die wir nicht ignorieren können.

Die verschiedenen Gesichter der Demenz

Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass fast 6 Prozent der Demenzbetroffenen in Deutschland unter 65 Jahre alt sind. Das führt zu einem veränderten Blick auf die Erkrankung, die oft als eine „Alterserkrankung“ wahrgenommen wird. Tatsächlich gibt es auch zahlreiche jüngere Betroffene. Der Anteil von Menschen mit Demenz variiert erheblich zwischen den Bundesländern. Während in Hamburg und Berlin der Anteil unter 1,8 Prozent liegt, beträgt er in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen über 2,4 Prozent. Diese Unterschiede lassen sich nicht nur durch demografische Faktoren erklären, sondern auch durch den Umgang mit Risikofaktoren.

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Insgesamt sind 14 beeinflussbare Risikofaktoren für Demenzerkrankungen bekannt. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) betont die Notwendigkeit von Unterstützung für Angehörige und fordert Reformen im Pflegesystem. Es ist klar, dass es nicht nur um die medizinische Versorgung der Betroffenen geht, sondern auch um die Begleitung und Unterstützung der Menschen, die ihnen nahestehen. Das Informationsblatt zur Häufigkeit von Demenzerkrankungen ist kostenlos und auf der Internetseite der DAlzG verfügbar. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen wie der neue Wegweiser in Wandsbek dazu beitragen, dass die betroffenen Familien weniger allein dastehen.