Am 22. November 2025 dauert die Weltklimakonferenz COP30 in Belém, Brasilien, weiterhin an. Die Delegierten haben einen Entwurf für eine gemeinsame Abschlusserklärung erarbeitet, der vorgeschlagene Maßnahmen zur Beschleunigung von Klimaschutzmaßnahmen sowie eine Überprüfung von Handelsbarrieren enthält. Ein zentrales Element der Erklärung ist die Verdreifachung der Finanzhilfen für Entwicklungsländer zur Bekämpfung der Klimafolgen bis 2035. Die Verhandlungen zogen sich bis tief in die Nacht, um eine Einigung über die heiklen Fragen rund um fossile Brennstoffe zu erzielen.

Das geplante Abschlussplenum, welches ursprünglich um 12:00 Uhr Ortszeit und damit um 16:00 Uhr MESZ beginnen sollte, verzögert sich. Die brasilianische Präsidentschaft legte zuvor einen Nebenvertrag zu fossilen Brennstoffen vor, der nur indirekt angesprochen wurde, während das Wort „fossil“ im Beschlussentwurf gänzlich fehlt. Diese Entwicklung führte zu Unruhe unter den Delegierten, insbesondere in den Reihen der EU, die sich mehr Ambitionen gewünscht hätte. Wopke Hoekstra, der EU-Klimakommissar, äußerte, dass die EU dem aktuellen Abschlusstext nicht entgegenstehen wird, obwohl die Erwartungen nicht erfüllt wurden.

Spannungen um fossile Brennstoffe

Die Verhandlungen um fossilbasierte Energieträger blieben ein strittiges Thema. Weder in dem aktuellen Entwurf noch in vorherigen Texten wurde ein klarer Fahrplan für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen festgeschrieben. Stattdessen verweist der Entwurf auf die vorherige COP in Dubai und betont stattdessen die Notwendigkeit der drastischen Verringerung des globalen Treibhausgas-Ausstoßes. Beobachter beschreiben das Ergebnis als „Minimal-Kompromiss“, während die deutschen Verhandlungsteilnehmer, einschließlich des Bundesumweltministers Carsten Schneider, ihre Enttäuschung über die mangelnden Ambitionen zur Abkehr von fossilen Energieträgern äußerten. Schneider bezeichnete den Beschluss als „Zwischenschritt“ und betonte die Notwendigkeit, Allianzen für künftige Schritte zu bilden.

Die Verhandlungen wurden zusätzlich durch technische Probleme behindert; ein Brand im Veranstaltungsgebäude unterbrach diese für mehrere Stunden, wobei glücklicherweise keine ernsthaften Verletzungen gemeldet wurden. Trotz der Herausforderung blieben die Delegierten optimistisch und der brasilianische Präsident Lula da Silva rief zu einer kollektiven Anstrengung auf, um die Klimakrise effektiv zu bekämpfen.

Erfolge für Entwicklungsländer

Ein Lichtblick war der Erfolg der am wenigsten entwickelten Staaten (LDCs), da die Verdopplung der Anpassungsfinanzierung bis 2035 erreicht wurde. Diese Finanzierung dient dazu, ärmeren Ländern zu helfen, die klimatischen Veränderungen und extremen Wetterereignisse zu bewältigen. Allerdings ist noch unklar, ob die verdreifachte Summe aus den Mitteln der reichen Industrieländer oder anderen Finanzierungsquellen kommen wird.

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Mit Blick auf die nächsten Klimakonferenzen schlägt der neue Entwurf einen Dialog über den Handel vor und betont die Bedeutung der Anstrengungen zur Emissionssenkung im Einklang mit dem Pariser Abkommen. Wissenschaftler warnen, dass eine Erwärmung von über 2 Grad Celsius bis 2100 die Ziele des Abkommens gefährdet.

Zusammenfassend zeigt sich, dass die COP30 in Belém von Herausforderungen und uneinheitlichen Fortschritten geprägt ist, während das Engagement für den Klimaschutz der Delegierten nach wie vor besteht. Die finale Einigung beim Abschlussplenum steht noch aus, und es bleibt abzuwarten, ob der richtige Rahmen für eine nachhaltige Zukunft geschaffen werden kann.

Vienna.at berichtet, dass die Verhandlungen bei der Weltklimakonferenz noch andauern. Tagesschau.de verweist auf die erhebliche Schlagkraft der EU während der Verhandlungen. DW.com hebt das Fehlen eines Plans für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen hervor.