Dunkelflaute in der Adria: Europas Erdgasversorgung in Gefahr!
Die Energieversorgung in Europa steht vor neuen Herausforderungen, die die Abhängigkeit von Flüssiggas (LNG) weiter verstärken könnten. In einem aktuellen Vorfall in der Adria bei Ravenna wird ein Terminal für das Entladen von LNG aufgrund von unvorhergesehenem Schlechtwetter voraussichtlich über einen Monat außer Betrieb sein. Dieser unglückliche Umstand könnte nicht nur die Laufzeiten des Terminals, sondern auch die gesamte Energieversorgung in der Region beeinträchtigen, da die Umwandlung von LNG in Gasform stoppt, wie Öko News berichtet.
Solche Wetterbedingungen sind nicht nur vorübergehende Probleme. Es gibt Bedenken, dass ähnliche langfristige Wetterprobleme die Erdgasspeicher an Land gefährden könnten. Dies wäre besonders besorgniserregend mit Blick auf den niedrigen Stand der Erdgasspeicher zum Ende der Heizperiode. Dies könnte laut Prognosen die Versorgungssicherheit der Energieversorgung in Europa gefährden.
Steigende LNG-Importe und deren Auswirkungen
Europa hat im Jahr 2025 seine Abhängigkeit von LNG-Importen definitiv erhöht. Dies geschah, nachdem die russischen Pipelineflüsse über die Ukraine am 1. Januar endeten. Im ersten Halbjahr 2025 stiegen die LNG-Importe in Europa um 24% im Vergleich zum Vorjahr, wobei sie auf einem ähnlichen Niveau wie im Vergleichszeitraum 2023 blieben. Besonders die EU hat ihre LNG-Importe um 21% erhöht, so der IEEFA.
Die größten Importländer von LNG in Europa sind Frankreich, Spanien, die Niederlande, Italien, Türkiye, das Vereinigte Königreich und Belgien. Während die Importe aus den USA, Russland, Nigeria und Angola zugenommen haben, sind die Importe aus Katar, Algerien, Trinidad und Tobago, Norwegen und Peru gefallen.
Rolle der Erdgasspeicher und Folgen der Importabhängigkeit
Im Kontext der aktuellen LNG-Abhängigkeit wird auch auf die Gefahren eines geringeren Erdgasspeicherstandes hingewiesen. Eine zu geringe Erdgasverstromung könnte eine potentielle Lösung bieten, um die Risiken zu verringern. Das niedrigere Importvolumen von teurem LNG könnte schließlich die Resilienz Europas in der Energieversorgung erhöhen. Ein positives Signal ist, dass viele Batteriespeicher in den Netzen auf eine bessere Resilienz hinweisen, da sie im Vergleich zu wenigen LNG-Terminals hilfreich sein können.
Weiterführende Informationen zur Energieversorgung und den aktuellen Entwicklungen in Europa können auf Eurostat gefunden werden. Die Herausforderungen und Änderungen in der Energiepolitik der EU stehen im ständigen Fokus, da die Region bestrebt ist, ihre Abhängigkeiten und Sicherheitsrisiken zu managen.
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