Am 18. Juni 2025 endete der G7-Gipfel in Kanada mit klaren Zusagen zur Unterstützung der Ukraine, während US-Präsident Donald Trump die Veranstaltung vorzeitig verließ. Dies geschah vor der Bekanntgabe dieser wichtigen Zusagen, was Fragen zur Drohung eines militärischen Eingreifens der USA gegen Iran aufwarf. Der deutsche Kanzler Friedrich Merz berichtete von einem bemerkenswerten Konsens zwischen den G7-Staaten über die notwendige militärische Unterstützung für die Ukraine und versprach eine fortdauernde Prüfung von Sanktionen gegen Russland.

Der Premierminister Kanadas, Mark Carney, kündigte während des Gipfels eine weitere Militärhilfe in Milliardenhöhe für die Ukraine an, die laut Berichten etwa 1,5 Milliarden Euro betragen könnte. Merz äußerte Zuversicht, dass die USA, trotz der zögerlichen Haltung Trumps, bald Sanktionen gegen Russland verhängen werden. Mindestens 14 Tote und über 110 Verletzte waren die tragische Bilanz eines massiven russischen Luftangriffs auf Kiew, der sich genau vor Selenskyjs geplanter Ankunft ereignete. Die Angriffe trafen mehrere Stadtviertel, darunter Wohnhäuser und Bildungseinrichtungen.

Einigkeit der G7-Staaten

Kanzler Merz bezeichnete den Gipfel als erfolgreicher als erwartet, da ein vollständiger Konsens unter den G7-Staaten zu allen Themen erzielt wurde. Der Austausch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj war ebenfalls ein Schwerpunkt des Gipfels. Auch wenn Trump nicht vor Ort war, konnten die anderen Staats- und Regierungschefs einer gemeinsamen Erklärung zustimmen, die die Deeskalation zwischen Israel und Iran betont und Israels Recht auf Selbstverteidigung unterstützt.

Die G7-Staaten gaben außerdem bekannt, dass sie ein umfassendes Paket von Sanktionen in der EU vorgestellt haben, um den Krieg in der Ukraine schnell zu beenden. Merz wies darauf hin, dass die Verantwortung für das Ende des Krieges bei Russland liege und dass die G7-Staaten sich weiterhin für eine Stärkung der Sanktionen gegen Russlands Schattenflotte einsetzen wollen, um Putins Kriegsmaschinerie zu treffen.

Angriffe auf Kiew

Die Situation in Kiew bleibt angespannt. Der ukrainische Präsidialamtsleiter Andrij Jermak verurteilte die Luftangriffe auf Wohnviertel, während Kiews Bürgermeister Witalij Klitschko zur Vorsicht aufrief, nachdem Teile russischer Raketen in der Stadt gefunden wurden. Der Luftalarm in Kiew erstreckte sich über neun Stunden und endete am Morgen, während die Stadt aufgrund der Brände in einen Schleier aus schwarzem Rauch gehüllt war. Dies stellt den vierten massiven Angriff auf Kiew seit Anfang Juni dar und zeigt die anhaltende militärische Bedrohung durch Russland.

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Insgesamt bleibt der Gipfel von einer Atmosphäre der kollegialen und offenen Gespräche geprägt, auch wenn die militärische Konfrontation zwischen Iran und Israel sowie die Angriffe auf die Ukraine im Vordergrund stehen. Der G7-Gipfel setzte somit ein Zeichen der Solidarität mit der Ukraine, selbst im Angesicht von Differenzen zwischen den USA und den anderen Mitgliedsstaaten der G7.

Für weitere Informationen zu den Ereignissen und Stellungnahmen, siehe vienna.at, bundesregierung.de und tagesspiegel.de.