Heute ist der 17.07.2026, und in Deutschland gibt es spannende Entwicklungen im Bereich der Longevity, also der Langlebigkeit. Dr. Felix Bertram, ein Mediziner und Unternehmer, hat vor zwei Jahren eine bemerkenswerte Reise begonnen. Zu diesem Zeitpunkt wies sein biologisches Alter 74 Jahre auf, obwohl er erst 49 Jahre alt war. Irgendwie verrückt, oder? Diese Diskrepanz zwischen biologischem und chronologischem Alter hat ihn dazu angeregt, seinen Lebensstil grundlegend zu verändern. Mit viel Disziplin, mehr Messungen und Supplements wollte er sein biologisches Alter senken. Doch die ersten Schritte zeigten kaum Wirkung. Der wahre Wendepunkt kam, als Bertram seinen Fokus auf Schlaf, Stressregulation und Bewegung legte. Dadurch konnte er sein biologisches Alter auf 50 Jahre reduzieren, was ihn biologisch ein Jahr jünger macht als sein tatsächliches Alter. Diese spannende Entwicklung teilt er in der Podcast-Folge „Länger Leben“ mit FUNKE-Redakteurin Natalja Fischer, die ab dem 15. Juli auf Spotify und anderen Plattformen verfügbar ist. Hier gibt es mehr Informationen dazu.

Gesunde Lebensjahre durch neue Ansätze

Bertram diskutiert in seinem Podcast auch verschiedene biologische Alterstests, die ihm bei seinen Fortschritten geholfen haben. Kosten und Präferenzen für Tests wie Blutwerte, VO2 Max und DEXA-Scan werden ebenfalls thematisiert. Es ist spannend zu hören, wie er den Fall von Bryan Johnson anführt, der trotz extremer Selbstoptimierung mit einer Autoimmunerkrankung kämpfen musste. Das wirft Fragen auf über die Grenzen des Biohackings und die Risiken, die mit übertriebenem Optimierungsdruck einhergehen können. Schließlich sollte man nicht vergessen, dass das Streben nach maximaler Lebensspanne nicht immer die Lebensqualität garantiert.

Die Kritiker des Longevity-Biohacking-Hypes haben auch nicht lange auf sich warten lassen. Sie warnen vor hohen Kosten für Tools, Untersuchungen, Behandlungen und Nahrungsergänzungsmittel. Die Frage drängt sich auf: Ist es wirklich nur den Gutverdienenden möglich, ein hohes Alter zu erreichen? Viele Methoden sind oft nicht ausreichend wissenschaftlich belegt, und so bleibt der Eindruck, dass zahlreiche Ansätze mehr auf Marketingversprechen als auf robusten Daten basieren. Ein gewisser Druck, „ewig jung“ bleiben zu müssen, könnte sogar die psychische Gesundheit und die soziale Teilhabe gefährden. Mehr dazu findest du hier.

Die Rolle der Epigenetik

Was man auch nicht vergessen sollte, ist die faszinierende Welt der Epigenetik. Jede Zelle unseres Körpers enthält das vollständige Erbgut – die DNA. Diese besteht aus langen Molekülketten, und Gene, die als Bauanleitungen für Proteine fungieren, sind entscheidend für das Funktionieren unseres Organismus. Die Genetik spielt eine große Rolle, doch nicht jedes Gen ist in jeder Zelle gleich aktiv. Um das zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass Umwelt- und Lebensstileinflüsse wie Ernährung, Stress und Schadstoffe epigenetische Veränderungen hervorrufen können. Für Biohacker, die Longevity anstreben, ist die Modulation der Genaktivität ein spannendes Thema, das viele Möglichkeiten eröffnet. Hier kannst du mehr darüber lesen.

Insgesamt zeigt die Reise von Dr. Felix Bertram, dass es beim Thema Longevity viele Facetten gibt, die sowohl die Wissenschaft als auch die persönliche Lebensweise betreffen. Während er seinen eigenen Weg geht, bleiben viele Fragen offen. Wie wird sich diese Entwicklung auf unsere Gesellschaft auswirken? Und vor allem, was bedeutet das für die Lebensqualität der zukünftigen Generationen?

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