Heute ist der 12.05.2026 und wir schauen über die Grenze nach Deutschland, wo eine spannende neue Studie für Aufsehen sorgt. Forscher aus Australien haben den Einfluss verschiedener Ernährungsformen auf das biologische Alter älterer Menschen untersucht. Die Ergebnisse dieser Studie könnten für viele von uns mehr als nur theoretisches Interesse wecken. Wer hätte gedacht, dass das, was auf unserem Teller landet, so entscheidend für unser biologisches Alter sein kann?

Insgesamt 104 Teilnehmer wurden für die Untersuchung in vier Gruppen eingeteilt. Diese Gruppen hielten vier Wochen lang unterschiedliche Ernährungsformen ein, und die Unterschiede waren durchaus bemerkenswert. Während zwei Gruppen eine klassische Mischkost aus tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln erhielten, ernährten sich die anderen beiden Gruppen pflanzenbasierter. Innerhalb dieser Gruppen gab es auch Unterschiede im Fett- und Kohlenhydratanteil. Eine Gruppe aß fettreich und kohlenhydratärmer, die andere hingegen fettärmer und kohlenhydratreicher. Das Besondere: Die Eiweißmenge war in allen Gruppen gleich. Nach vier Wochen wurden die Biomarker der Teilnehmer erneut gemessen, und die Resultate waren aufschlussreich. Die Gruppe mit fettreicher Mischkost zeigte kaum Veränderungen, während die anderen drei Gruppen Anzeichen einer biologischen Verjüngung aufwiesen. Besonders die Gruppe mit der fettärmeren und kohlenhydratreicheren Mischkost, die ihre Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten bezog, konnte deutliche Verbesserungen verzeichnen. Das ist doch mal eine interessante Erkenntnis, oder? [t-online.de]

Neue Methoden zur Bestimmung des biologischen Alters

Doch das ist noch nicht alles. Ein internationales Konsortium, geleitet von Forschenden der Universität Konstanz, hat eine Methode entwickelt, um das biologische Alter mithilfe individueller Biomarker zu bestimmen. Das klingt kompliziert, ist aber für die Alterungsforschung und Präventivmedizin von großer Bedeutung. Denn es ist längst bekannt, dass das chronologische Alter oft nicht mit dem biologischen Alter übereinstimmt. Lebensstil, Genetik und Umweltfaktoren spielen hier eine entscheidende Rolle.

In einer europaweiten Querschnittsstudie wurden Daten von rund 3.300 Probanden aus acht europäischen Ländern analysiert. Dabei kamen 362 Biomarker zum Einsatz, um den sogenannten „Bioage-Score“ zu berechnen. Es stellte sich heraus, dass selbst Personen desselben Geburtsjahrgangs eine große Spannbreite an Bioage-Scores aufweisen können. Besonders interessant ist, dass bei Menschen mit Trisomie 21 das biologische Alter höher ist, als es das chronologische Alter vermuten lässt. Auch Frauen über 50, die Hormonersatztherapie erhielten, waren biologisch jünger als jene ohne Therapie. Das zeigt, wie individuell der Alterungsprozess verläuft und wie wichtig es ist, auf die eigenen Gesundheitswerte zu achten. [laborpraxis.vogel.de]

Der Weg zu einem gesünderen Alterungsprozess

Der Wunsch nach einem Zaubermittel gegen das Altern bleibt jedoch unerfüllt. Langzeitstudien am Menschen, die den Alterungsprozess signifikant verlangsamen oder gar umkehren können, fehlen bisher. Interessanterweise zeigen einige Messwerte, dass sich der Alterungsprozess bei Tieren durch bestimmte Maßnahmen stellenweise umkehren ließ. Für die Forschung beim Menschen ist das jedoch noch ein steiniger Weg, denn sie steckt in den Anfängen.

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Es gibt Hinweise darauf, dass Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung und Schlaf einen erheblichen Einfluss auf den Alterungsprozess haben. Besonders wichtig ist die Vermeidung von Stress, übermäßigem Alkoholkonsum und Rauchen, da diese Faktoren chronische Entzündungen fördern und sich ungünstig auf wichtige epigenetische Marker auswirken können. Das ist nicht nur eine Floskel, sondern könnte für viele von uns der Schlüssel zu einem gesünderen, längeren Leben sein. [barmer.de]