Die Nordfels GmbH hat im Jahr 2026 ein beeindruckendes Jubiläum gefeiert: 30 Jahre Unternehmensgeschichte. Vor genau drei Jahrzehnten, im Jahr 1996, wurde das Unternehmen von Johann Hammerschmid und Ludwig Mülleder gegründet. Die letzten zehn Jahre stehen dabei ganz im Zeichen der Marke Nordfels und der aktuellen Eigentümerstruktur, die durch einen Management-Buyout im Jahr 2015 geprägt wurde. Martin Reingruber, Edmund Jenner-Braunschmied und Johannes Kaar übernahmen das Ruder und leiteten mit der Umfirmierung zur Nordfels GmbH ein neues Kapitel ein. Heute ist Nordfels ein führender Anbieter von Automatisierungs- und Sondermaschinenbaulösungen für die oberösterreichische Industrie. Die Entwicklung und Realisierung von Lösungen in den Bereichen Robotik, Fördertechnik und industrieller Bildverarbeitung sind nur einige der spannenden Aufgaben, die das Unternehmen übernimmt. Geschäftsführer Edmund Jenner-Braunschmied hebt die mutigen Entscheidungen und den technischen Fortschritt der letzten Jahre hervor, während Martin Reingruber die Innovationskraft und langfristigen Partnerschaften betont. Johannes Kaar, der CFO, würdigt die Leistung der Mitarbeiter und dankt den Gründern sowie den Partnern.

Ein weiteres bemerkenswertes Detail ist die Herangehensweise von Nordfels bei neuen Projekten. Anders als viele ihrer Konkurrenten startet das Unternehmen mit einer Skizze auf Papier – das mag in der Branche ungewöhnlich erscheinen, doch hier wird der Grundstein für kreative Lösungen gelegt. Kaar erklärt, dass Nordfels stets bei null beginnt und neue Maschinen entwickelt, anstatt sich nur auf Modifikationen bestehender Systeme zu konzentrieren. Ein Beispiel dafür ist das High-Tech-Einlegesystem, das für Condeli, den zweitgrößten Lasagneproduzenten Europas, entwickelt wurde. Es ist klar, dass die Notwendigkeit zur Automatisierung in der Industrie wächst, und Kaar warnt, dass ohne Automatisierung viele Produktionsstandorte nach Osten verlagert werden könnten.

Wachstum und Innovation

Eine interessante Strategie von Nordfels ist die Entscheidung, sich nicht auf bestimmte Branchen zu spezialisieren. Diese Flexibilität hat über die 25-jährige Geschichte des Unternehmens hinweg zu stetigem Wachstum geführt. Der Umsatz hat in den letzten Jahren im Schnitt um zehn Prozent zugenommen, was vor allem auch in der Coronakrise zu spüren war. Kunden haben Investitionen vorgezogen und den Trend zu neuen Technologien verstärkt. Im Jahr 2020 betrug der Umsatz etwa sechs Millionen Euro. Seit 2015 hat sich die Mitarbeiterzahl verdreifacht – mittlerweile beschäftigt das Unternehmen über 60 Mitarbeiter, während die Tochtergesellschaft Voltlabor, die sich um die Batteriesparte kümmert, mehr als 30 Mitarbeiter zählt.

Die Unternehmensphilosophie von Nordfels fördert eine hohe Mitarbeiterbindung. Kaar betont, dass der respektvolle Umgang untereinander ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur ist, auch wenn es keine speziellen Annehmlichkeiten wie Kantinen oder Freizeitangebote gibt. Nordfels plant, ein mittelständisches Unternehmen zu bleiben, um die Unternehmenskultur zu bewahren – mehr als 200 Mitarbeiter sollen es nicht werden. Diese Entscheidung spiegelt sich auch in einem guten Ruf in der Region wider, der mit einer geringen Fluktuation unter den Mitarbeitern einhergeht.

Die Zukunft im Blick

Die Geschäftsführer werfen auch einen Blick in die Zukunft der Automatisierung und Robotik. Sie sind sich einig, dass Künstliche Intelligenz eine entscheidende Rolle spielen wird. Laut einer Prognose von PwC wird der Anteil der Unternehmen, die kritische Prozessschritte automatisieren, bis 2030 von 18 % auf 50 % steigen. Diese Entwicklungen werden die Branche nachhaltig verändern. Industrie 4.0 hat bereits heute die industrielle Produktion revolutioniert – das Internet of Things, Cobotik und digitale Zwillinge sind nur einige der Technologien, die die Zukunft der Produktion prägen werden. Die Frage bleibt: Können Unternehmen sich schnell genug anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben?

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Nordfels ist auf einem guten Weg, sich aktiv in die industrielle Entwicklung in Oberösterreich einzubringen. Mit einem klaren Fokus auf Innovation, Partnerschaften und die Entwicklung neuer Technologien ist das Unternehmen bestens gerüstet, um die Herausforderungen der kommenden Jahre zu meistern. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Geschichte von Nordfels weiter entfaltet und welche neuen Wege eingeschlagen werden.