Am 16. November 2026 fand ein ganz besonderes Jubiläumsfest in Engerwitzdorf statt. Die Wohneinrichtung Emmaus am Linzerberg feierte ihr 50-jähriges Bestehen! Die Atmosphäre war festlich, und rund 200 Gäste kamen zusammen, um dieses bedeutende Ereignis zu würdigen. Es war nicht nur eine Feier, sondern auch ein Rückblick auf eine beeindruckende Geschichte, die mit der Eröffnung des Wohnhauses im Jahr 1976 begann. Damals lebten 38 junge Menschen in der Einrichtung, die seitdem als wegweisendes Angebot für Menschen mit Behinderungen gilt.

Emmaus hat sich über die Jahre als ein Ort etabliert, an dem Menschen mit Behinderungen nicht nur wohnen, sondern auch ein selbstbestimmtes Leben führen können. Ziel der Einrichtung ist es, die gesellschaftliche Teilhabe zu fördern und individuelle Lebensperspektiven zu unterstützen. Aktuell leben 26 Menschen in vier Wohnungen, ausgestattet mit Einzelzimmern, die ihnen die Möglichkeit geben, ihren Alltag nach eigenen Fähigkeiten und Wünschen zu gestalten. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf älteren Bewohnern, für die im Haus eine Seniorentagesbegleitung bereitgestellt wird.

Ein Meilenstein der Behindertenarbeit

Die Eröffnung von Emmaus war ein bedeutender Schritt im Ausbau der Angebote für Menschen mit Behinderungen in Oberösterreich. Die Einrichtung ist nicht nur ein Wohnort, sondern auch ein Zentrum, das Werkstätten, einen Kindergarten, eine Sonderschule und eine Therapiestation umfasst. Die naturnahe Lage und die enge Vernetzung mit anderen Angeboten fördern die Selbstständigkeit und die gesellschaftliche Teilhabe der Bewohner. Therapeutische Unterstützung ist dabei, wenn nötig, schnell verfügbar.

Martin Hauzenberger und Bettina Rödhammer, die Verantwortlichen der Einrichtung, betonten die kontinuierliche Weiterentwicklung von Emmaus. „Unser Ziel seit 50 Jahren ist die Verbesserung der Lebensqualität unserer Bewohner“, so Hauzenberger. Daniela Palk, die Vorständin des Diakoniewerks, hob die große Bedeutung der Einrichtung hervor. Auch Nationalrat Michael Hammer ließ es sich nicht nehmen, während des Jubiläumsgrußworte zu überbringen und die Arbeit des Diakoniewerks zu würdigen.

Ein Vorreiter der Inklusion

Die Erfolge von Emmaus sind auch das Resultat einer engen Kooperation zwischen dem Diakoniewerk und dem Land Oberösterreich. Diese Zusammenarbeit hat es ermöglicht, ein vielfältiges Angebot zu schaffen, das von betreuten Wohnformen über Tagesstrukturierungsangebote bis hin zu Freizeitgestaltungen reicht. Ein multiprofessionelles Team im Teilhabemanagement ermittelt die persönlichen Bedürfnisse und individuellen Ziele der Bewohner und unterstützt sie durch regelmäßige Gespräche.

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In einer Zeit, in der die Forderungen nach Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen lauter werden, ist Emmaus ein Beispiel für gelungene Integration. Die Barrierefreiheit des Website-Systems erfüllt sogar die Anforderungen der BITV 2.0 und WCAG 2.1, was zeigt, dass man hier auch in der digitalen Welt mit der Zeit geht.

Dennoch bleibt die Herausforderung, die Selbstbestimmung, Teilhabe und individuellen Lebensperspektiven weiter zu fördern. Der Teilhabesurvey des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, der repräsentative Daten zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen bereitstellt, zeigt, dass es noch viel zu tun gibt. Behinderung wird als Wechselwirkung zwischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und der sozialen sowie physischen Umwelt definiert. Diese Erkenntnisse sind wichtig, um individuelle Unterstützung zu leisten.

Die Geschichte von Emmaus ist also nicht nur eine Geschichte von 50 Jahren, sondern auch ein fortlaufender Prozess, der zeigt, wie wichtig es ist, Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu führen. Und genau hier, im Herzen von Oberösterreich, wird dieser Gedanke lebendig.

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