Maske, Brauchtum und Gemeinschaft: Die Engelbach Teufeln laden zur großen Krampusausstellung ein
Die Engelbach Teufeln, ein Verein, der sich seit 2003 für den Erhalt des Krampusbrauchtums in Österreich stark macht, lädt wieder zur großen Maskenausstellung ein. Am 26. und 27. September findet diese einmalige Veranstaltung im Braukeller des Gasthauses Bamberger in Wagenham statt. Der Verein hat mittlerweile rund 80 Mitglieder, darunter 19 aktive Maskenträger und viele junge Nachwuchsläufer, die mit viel Enthusiasmus den Brauch lebendig halten.
Die Maskenausstellung zählt zu den größten in Oberösterreich und zieht jedes Mal zahlreiche Besucher an. In diesem Jahr präsentieren 34 Aussteller, darunter die Engelbach Teufeln selbst, eine beeindruckende Vielfalt an Krampus- und Perchtenmasken. Das Besondere: Die Veranstaltung ist familien- und kinderfreundlich gestaltet! Hier können die Kleinen (und Großen) nicht nur die kunstvoll gestalteten Masken bewundern, sondern auch den Maskenschnitzern bei ihrer Arbeit zusehen. So wird beispielsweise Stefan Nußbaumer mit seinen Fähigkeiten vor Ort sein, genauso wie Marcel Leprich.
Ein Verein mit Tradition und Leidenschaft
Markus Spitzwieser, seit 2025 der neue Obmann und Nachfolger des Gründungsobmanns Manuel Schmitzberger, führt den Verein mit viel Herz. Die Engelbach Teufeln nehmen in jeder Saison an etwa 10 bis 15 Krampusläufen in Oberösterreich, Salzburg und Bayern teil. Und das ist noch nicht alles: Alle zwei Jahre veranstalten sie einen eigenen Heimlauf in Pischelsdorf, was immer ein großes Highlight im Vereinskalender ist.
Die traditionellen Masken, die in den letzten Jahren so viele bewundert haben, werden von Anton „Doni“ Waltl handgefertigt. Die Kunstfertigkeit und das handwerkliche Geschick, das in jede Maske einfließt, sind einfach beeindruckend. Aber neben den Krampussaisons kommen die Mitglieder auch zusammen, um gemeinsame Ausflüge zu unternehmen oder Veranstaltungen befreundeter Vereine zu besuchen. Dazu werden monatliche Stammtische abgehalten, die Raum für Austausch und Geselligkeit bieten.
Die Faszination des Krampusbrauchtums
Die Wurzeln des Krampusbrauchtums reichen weit zurück. Der Krampus ist nicht nur eine Schreckgestalt, die den Heiligen Nikolaus begleitet, sondern auch Teil einer tief verwurzelten Tradition, die in vielen Regionen Europas, einschließlich Ungarn, Tschechien und Norditalien, bekannt ist. Ursprünglich als Bestrafer unartiger Kinder gedacht, hat sich das Bild des Krampus über die Jahre gewandelt. In früheren Zeiten war er oft mit einem geschwärzten Gesicht zu sehen. Heutzutage erfreut sich der Brauch einer Renaissance, wobei die schaurigen Umzüge und die beeindruckenden Masken nicht nur für Gänsehaut, sondern auch für jede Menge Spaß sorgen.
Der Krampuslauf, der traditionell am 5. Dezember stattfindet, ist ein Spektakel, das viele Menschen anzieht. Besonders in Osttirol, Kärnten und Salzburg sind die Umzüge berühmt und oft gut besucht. Der größte Krampuslauf fand 2008 in St. Johann im Pongau statt – mit über 1000 Krampussen! Das zeigt, wie lebendig und dynamisch dieser Brauch ist.
Die Engelbach Teufeln leisten mit ihrer Maskenausstellung und den verschiedenen Aktivitäten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung dieser Tradition. Es ist nicht nur ein Fest der Masken, sondern auch ein Zeichen der Gemeinschaft und des kulturellen Erbes, das in dieser Form weitergegeben wird. Wer also am letzten Septemberwochenende Zeit hat, sollte unbedingt vorbeischauen und sich von der Kreativität und dem handwerklichen Können der Aussteller begeistern lassen!
