Heute ist der 27.09.2026, und in Bregenz gibt es aufregende Neuigkeiten aus der Theaterlandschaft. Ali M. Abdullah hat die interimistische Intendanz des Vorarlberger Landestheaters übernommen. Diese Aufgabe ist nicht gerade ein Zuckerschlecken, schließlich gibt es in den letzten Monaten einige öffentliche Meinungsverschiedenheiten, die die Atmosphäre im Theater nicht gerade aufhellen. Abdullah selbst beschreibt die neue Rolle als „spannende Herausforderung“ und geht mit einer gehörigen Portion Freude und einem intensiven Arbeitsrhythmus an die Sache. Er ist sich bewusst, dass die Situation für das Theater und die Belegschaft nicht gut war, und möchte herausfinden, wie das Theater tatsächlich funktioniert, um die Kunstproduktion wieder anzukurbeln.

Sein Vertrag läuft über zwei Jahre und bezieht sich auf die Spielzeiten 2026/27 und 2027/28. Damit bringt er frischen Wind in die Bude, besonders nachdem seine Vorgängerin, Stephanie Gräve, im Juni gekündigt hatte. Der Aufsichtsrat der Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebsgesellschaft (KuGes) hat Abdullahs Ernennung bekanntgegeben. Jetzt heißt es für ihn, die kurzfristige Zusammenarbeit mit Partnern zu prüfen und das Theater wieder auf Kurs zu bringen.

Ein Blick in die österreichische Theaterlandschaft

Was sich aktuell im Vorarlberger Landestheater abspielt, ist Teil eines größeren Wandels in der österreichischen Theaterlandschaft. Überall wechseln Intendanten, und die Bühnen bereiten sich auf neue Spielzeiten vor. In Wien wird das Kabelwerk als neues Theaterhaus „Theater am Werk“ eröffnet, und Esther Holland-Merten übernimmt die Leitung. Auch in anderen Städten gibt es Veränderungen: So wird Anna Horn die neue Leiterin des Dschungel Wien und Andreas Fleck wird Intendant der Performing-Arts-Schiene des WUK, das sich bis 2024 im Umbau befindet.

Das Schauspielhaus Wien hat sich ebenfalls neu aufgestellt. Dort wird ein vierköpfiges Team unter der Leitung von Marie Bues die Geschicke lenken. Die erste Premiere des Schauspielhauses ist die österreichische Erstaufführung von „Bühnenbeschimpfung“ im November. Und während Andrea Vilter die Intendanz am Schauspielhaus Graz übernimmt, führt Irene Girkinger das Tiroler Landestheater. Sie hat sich vorgenommen, die Leitung zu diversifizieren und die Hierarchien im Kunstbetrieb flacher zu gestalten.

Die Wiener Festwochen stehen unter der Leitung von Milo Rau, und die Volksoper hat mit Ben Glassberg einen neuen Intendanten. Auch im Volkstheater gibt es Veränderungen, denn Kay Voges verlässt die Bühne. Martin Kusej, der scheidende Direktor des Burgtheaters, wird von Stefan Bachmann abgelöst. Diese Veränderungen bringen frischen Wind und neue Perspektiven in die heimische Kulturszene.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Es bleibt abzuwarten, wie sich Abdullahs interimistische Intendanz entwickeln wird und welche Impulse er setzen kann. Im Herbst soll bereits das Ausschreibungsverfahren für die Zeit nach Abdullahs Interim starten. Die Vorfreude auf das, was kommt, ist spürbar. Die Theaterwelt in Österreich ist im Wandel, und das ist sowohl herausfordernd als auch aufregend. Man darf gespannt sein, welche künstlerischen Höhenflüge uns in den kommenden Jahren erwarten!