Jugendliche Stimmen im Fokus: Ein Fest für die Zukunft in Bruck an der Leitha
Am 15. September 2026 war Bruck an der Leitha der Schauplatz eines ganz besonderen Festes. Die Römerland Carnuntum Jugend feierte nicht nur ihr zehnjähriges Bestehen, sondern eröffnete auch eine neue Anlaufstelle in der Stefaniegasse. Der Festakt, moderiert von Stadtrat Martin Radl, war ein voller Erfolg und bot den jungen Menschen der Region eine Plattform, um ihre Stimmen zu erheben.
Die Feierlichkeiten begannen mit einem musikalischen Auftakt von McWin, der das Publikum mit seinen selbst produzierten Songs mitreißte. Im Anschluss fand eine spannende Podiumsdiskussion statt, an der unter anderem Landesrätin Eva Prischl von der SPÖ, Landtagsabgeordneter Otto Auer von der ÖVP und Bezirkshauptmann Michael Engel teilnahmen. Auch Regionsobfrau Daniela Koller und Bürgermeister Gerhard Weil (SPÖ) waren anwesend, um die Bedeutung der Jugendarbeit hervorzuheben. Gerti Taferner von der RLC Jugend betonte, wie wichtig es ist, Jugendlichen Unterstützung und Räume zur Entfaltung zu bieten. Bürgermeister Weil bezeichnete sie sogar als die „Mutter der Jugend“ – ein Titel, der sicherlich nicht ohne Grund vergeben wurde.
Jugendliche im Mittelpunkt
Ein Highlight des Abends war die Erzählrunde, in der Jugendliche ihre persönlichen Erfahrungen mit der Jugendarbeit teilten. Diese Geschichten spiegelten die Vielfalt der Themen wider, die für die jungen Menschen von Bedeutung sind. Die Wanderausstellung „POV: Deine Sicht, deine Gemeinde“, die ebenfalls präsentiert wurde, zeigte die Perspektiven der Jugendlichen auf ihre Gemeinden und soll durch die Region wandern. Eine gelungene Möglichkeit für die jungen Menschen, ihre Sichtweisen sichtbar zu machen und die Gemeinschaft aktiv zu gestalten.
Der Rotary-Club Bruck-Neusiedl unterstützte die Feier mit einem großzügigen Spendenscheck, der den zukünftigen Angeboten und Aktivitäten für die Jugendlichen zugutekommt. Diese finanzielle Unterstützung ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, sondern auch ein wichtiges Signal für die Bedeutung der Jugendarbeit in der Region.
Ein Blick in die Zukunft
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit steht vor Herausforderungen, die im Kontext von gesellschaftlichen Veränderungen und dem demographischen Wandel nicht zu unterschätzen sind. Die Notwendigkeit eines stärkeren Austauschs zwischen den verschiedenen Bereichen der Jugendhilfe, wie beispielsweise Streetwork und Schulsozialarbeit, ist unerlässlich, um die Bedürfnisse junger Menschen besser zu verstehen und zu bedienen. Ein sozialräumlicher Ansatz könnte hier neue Perspektiven eröffnen und dazu beitragen, dass Jugendarbeit nicht nur als Dienstleistung, sondern als Teil des Gemeinwesens wahrgenommen wird.
Die Eröffnung der neuen Anlaufstelle ist ein Schritt in diese Richtung. Sie zeigt, dass man in Bruck an der Leitha die Herausforderungen der Zukunft annehmen will. Die Jugendlichen sind nicht nur die Zukunft, sondern auch ein aktiver Teil der Gegenwart. Und wenn sie die Möglichkeit bekommen, ihre Geschichten zu erzählen und gehört zu werden, kann das nur positiv sein für die gesamte Gemeinde.
