Heute ist der 1.06.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuelle Lage des Arbeitsmarktes im Burgenland. Die Zahlen sind alles andere als erfreulich. Laut einer aktuellen Meldung waren im Mai insgesamt 9.606 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind nicht nur Zahlen auf einem Blatt Papier – das sind Menschen mit Sorgen, Ängsten und Hoffnungen. Von diesen 9.606 Personen befanden sich 1.939 in Schulungen, ein kleiner Lichtblick inmitten der düsteren Statistik.
Die Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent gestiegen. Besonders betroffen ist der Bezirk Eisenstadt, wo die Arbeitslosigkeit um erschreckende 7,3 Prozent zugenommen hat. Im Kontrast dazu verzeichnete der Bezirk Mattersburg einen Rückgang von 0,6 Prozent. Es ist schon merkwürdig – während es in einem Bezirk bergauf geht, sieht es in einem anderen düster aus. Das zeigt, wie unterschiedlich die wirtschaftlichen Bedingungen innerhalb des Burgenlandes sind.
Schwierige Zeiten für Jugendliche und Langzeitarbeitslose
Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen stieg zwar um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, doch das hilft den Jugendlichen nicht viel. Die Zahl der Lehrstellensuchenden nahm um 1,9 Prozent zu, während gleichzeitig die offenen Lehrstellen um 18 Prozent gesenkt wurden – nur noch 144 Lehrstellen sind derzeit verfügbar. Besonders besorgniserregend ist, dass 108 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Langzeitarbeitslosigkeit stieg sogar um 9,2 Prozent. Das ist eine Herausforderung, die nicht ignoriert werden kann.
Eine weitere alarmierende Entwicklung ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen um 5,5 Prozent. Und während die Arbeitslosigkeit unter 25-Jährigen um 0,4 Prozent zurückging, stieg sie bei Personen ab 50 Jahren um 4,7 Prozent. Die demografischen Unterschiede zeigen, wie vielfältig die Probleme in der Arbeitswelt sind – und wie wichtig es ist, die richtigen Lösungen zu finden.
Branchen im Fokus
Die stärksten Zuwächse der Arbeitslosigkeit wurden im Gesundheits- und Sozialwesen festgestellt, mit einem Anstieg von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies macht deutlich, wie herausfordernd die Situation in diesen Bereichen ist, die oft als stabil gelten. Am Ende des Monats waren beim AMS Burgenland 1.571 offene Stellen gemeldet. Die meisten dieser Stellen finden sich bei Arbeitskräfteüberlassern (293 Stellen) und im Tourismus (256 Stellen). Ein interessanter Trend, aber ob das ausreicht, um die Lage zu entschärfen? Das bleibt fraglich.
Zusammengefasst zeigt sich, dass der Arbeitsmarkt im Burgenland weiterhin mit großen Herausforderungen konfrontiert ist. Die Entwicklungen sind besorgniserregend und erfordern schnelles Handeln. Weitere Informationen finden Sie auf burgenland.orf.at.
