Erweiterung des Familyparks in Rust: Gemeinderat stimmt für Teilbebauungsplan trotz Widerstand
Heute ist der 25.06.2026 und in der kleinen, charmanten Freistadt Rust, die für ihren beliebten Familypark bekannt ist, hat sich kürzlich einiges getan. Am 24. Juni stimmte der Gemeinderat mit 14 von 18 Stimmen für den Teilbebauungsplan zur Erweiterung des Parks. Ein deutliches Zeichen, dass die Mehrheit der Politiker hinter dem Projekt steht, auch wenn vier Mandatare, darunter Christian Ries von der FPÖ, gegen den Plan votierten. Die Initiative „No Disneyland“, die sich gegen die Erweiterung ausgesprochen hat und vor der Sitzung rund 2.800 Unterschriften übergab, scheint keinen Einfluss auf diese Entscheidung gehabt zu haben.
Die geplante Erweiterung umfasst etwa 1,7 Hektar und wird sich auf das Gemeindegebiet von Rust erstrecken. Bürgermeister Gerold Stagl (SPÖ) hatte in der vorherigen Sitzung Bedenken hinsichtlich der Verkehrsmaßnahmen geäußert, doch diese wurden nun umgesetzt. Dazu gehören ein Ordnerdienst zur Parkplatzorganisation, eine optimierte Verkehrsführung und sogar eine testweise installierte Ampellösung. Stagl ist überzeugt, dass die neu eingeführten Maßnahmen dazu beitragen werden, die Verkehrssituation zu entschärfen, was nicht nur den Besuchern, sondern auch den Anwohnern zugutekommt.
Reaktionen auf die Entscheidung
Die positiven Stellungnahmen der Behörden und Sachverständigen bestärken die Befürworter der Erweiterung. Der Familypark zieht jährlich rund 700.000 Besucher an und bringt der Stadt etwa 250.000 Euro aus Kommunalsteuern und Lustbarkeitsabgaben. Es ist klar, dass lokale Betriebe von diesem Besucherandrang profitieren. Dennoch sind nicht alle glücklich über die Entwicklung. Kritiker, insbesondere von der FPÖ und dem Forum Zukunft Rust (FZR), äußern Bedenken bezüglich der Auswirkungen auf das Landschaftsbild und die Verkehrssituation. Markus Hammer vom FZR warnte vor langfristigen Veränderungen des Naturraums, während FPÖ-Gemeinderat Christian Ries Zweifel an den Gutachten äußerte und vor Lärm warnte.
Die Diskussion um die Erweiterung zeigt, wie gespalten die Meinungen in der Ortspolitik sind. Während die Betreiber und die Gemeinde an einer gemeinsamen Lösung für die Verkehrssituation arbeiten, bleibt die Skepsis bei den Gegnern bestehen. Ein Flugblatt der Initiative „No Disneyland“ kritisiert die Ausbaupläne und fordert mehr Aufklärung. Es ist offensichtlich, dass viele Bürger sich Sorgen um die zukünftige Entwicklung ihres geliebten Freizeitparks machen.
Der Geschäftsführer des Familyparks, Filip de Witte, hat bereits im November Ausbaupläne und Statistiken vorgestellt und versichert, dass die Erweiterung nicht zu einer Erhöhung der genehmigten Besucherzahlen führen wird. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird und ob die Sorgen der Anwohner ernst genommen werden können. Der Spagat zwischen wirtschaftlichem Wachstum und dem Erhalt der Lebensqualität in Rust wird auch weiterhin ein zentrales Thema in den kommenden Monaten bleiben.
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