Das österreichische Frauen-Nationalteam hat sich am Sonntagabend in Eisenstadt versammelt, um sich auf die anstehenden WM-Qualifikationsspiele gegen Slowenien und Norwegen vorzubereiten. Der erste Anstoß erfolgt am 5. Juni um 18 Uhr auf dem Platz des Wiener Sport-Clubs, gefolgt von einem weiteren Match am 9. Juni im Ullevaal Stadion in Oslo. Ein aufregender Zeitpunkt für das Team, das unter der Leitung des neuen Teamchefs Lars Söndergaard steht. Der frische Wind bringt auch neue Gesichter mit sich: Spielerinnen wie Eileen Campbell, Celina Degen und einige Talente von Bayern München sind Teil des 24-köpfigen Kaders.

Die Kapitänin Sarah Puntigam und andere Spielerinnen, darunter die frischgebackenen Meisterinnen des FK Austria Wien, runden das Aufgebot ab. Jennifer Klein hat die verletzte Laura Wienroither ersetzt – die Vorfreude auf die Spiele ist spürbar. Söndergaard äußerte sich optimistisch über die Trainingstage und die Teamdynamik. Virginia Kirchberger bringt zusätzlich einen Hauch von Heimatgefühl mit, indem sie die Rückkehr nach Wien und die Bedeutung der Fanunterstützung betont. Rund 2200 Tickets sind bereits im Vorverkauf abgesetzt, was über die Hälfte der verfügbaren Karten entspricht. Das Spiel gegen Slowenien wird nicht nur das erste unter dem neuen Coach sein, sondern auch das 250. Länderspiel der ÖFB-Frauen. Das ist schon eine Hausnummer!

Ein Blick in die Geschichte

Die Entwicklung des Frauenfußballs in Österreich ist eine spannende Geschichte. Von 1970 bis 1990 erlebte der Sport im Osten des Landes einen rasanten Aufstieg, während das Interesse im Westen eher mau war. In der Frauen-Bundesliga waren vor allem Vereine aus Wien, Oberösterreich und der Steiermark vertreten. 1989 kritisierte Gerhard Traxler, der Vorsitzende der Liga, die Stagnation des Damenfußballs durch den ÖFB. Das führte dazu, dass der Wiener Fußball-Verband eine stärkere Förderung des Frauenfußballs forderte.

Im Frühling 1990 wagte ein kombiniertes Team zweier bestplatzierter Klubs den Sprung und trat zu einem Spiel gegen die Tschechoslowakei an. Das war die Initialzündung für die offizielle Nationalmannschaft, die wenig später vom ÖFB ins Leben gerufen wurde. Am 25. August 1990 fand das erste Freundschaftsspiel gegen die Schweiz statt – ein bisschen unglücklich endete es mit einer 5:1-Niederlage. Aber der erste Sieg ließ nicht lange auf sich warten: 1993 gelang das erste Erfolgserlebnis gegen Ungarn.

Aktuelle Herausforderungen

Die Nationalmannschaft hat seither viele Höhen und Tiefen durchlebt. Ob es die WM-Qualifikation 2011 war, bei der man nur den 3. Platz erreichte, oder die EM 2017, wo man als Gruppensieger in die K.O.-Runde einzog und im Viertelfinale gegen Spanien im Elfmeterschießen triumphierte. 2017 war ein echtes Jahr des Erfolgs, denn die Mannschaft wurde sogar zur Mannschaft des Jahres gewählt. Aber nicht jede Phase war von Erfolg gekrönt. Nach der EM 2022, wo man im Viertelfinale gegen Deutschland ausschied, folgten einige Rückschläge, unter anderem die verpasste Qualifikation für die WM 2023 und die EM 2025.

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Jetzt stehen also neue Herausforderungen an. Mit einem neuen Teamchef und frischem Wind im Kader hofft die Mannschaft, die Fans zu begeistern und eine erfolgreiche Qualifikation zu erreichen. Die Unterstützung der Anhänger wird dabei eine entscheidende Rolle spielen, denn die Fans sind das Herz des Spiels. Und mit einem so aufregenden Kader und den bevorstehenden Spielen ist das Interesse an den ÖFB-Frauen ungebrochen. Das nächste Kapitel in der Geschichte des Frauenfußballs in Österreich beginnt bald – und wir sind alle gespannt, wie es weitergeht.

Für weitere Informationen zu den historischen Entwicklungen des Frauenfußballs in Österreich können Sie die umfangreiche Wikipedia-Seite besuchen.