Heute ist der 11.05.2026 und die Situation rund um die Steinbrüche im Burgenland bleibt angespannt. Vor rund vier Monaten wurden im Südburgenland vier Steinbrüche aufgrund von Asbestvorkommen geschlossen. Dies hatte nicht nur für die Betreiber erhebliche wirtschaftliche Folgen, sondern führte auch dazu, dass rund 40 Mitarbeiter ihre Jobs verloren. Die wirtschaftliche Situation ist angespannt, und die Betreiber müssen sich nun neuen Herausforderungen stellen. Im Gegensatz dazu scheinen die Steinbrüche im Nordburgenland von der Asbest-Causa kaum betroffen zu sein. Hier wird weiterhin fleißig Gestein abgebaut, insbesondere in den Betrieben Josef Fröstl und Schraufstädter in Wimpassing an der Leitha.
Die letzte betographische Prüfung fand im vergangenen Jahr statt und es wurden keine Beanstandungen festgestellt. Das zeigt, dass nicht jedes Gestein automatisch Asbest freisetzt – ein wichtiger Punkt in der aktuellen Debatte. Der Abbau in Wimpassing erfolgt durch kontrollierte Explosionen und Siebung, wobei jährlich rund 150.000 Tonnen Schotter- und Erdmaterial gewonnen werden. Trotz der Sorgen um gesundheitliche Gefahren durch Asbest sind die wirtschaftlichen Auswirkungen im Nordburgenland gering geblieben, die Aufträge haben sich kaum verändert.
Konflikt mit Greenpeace
Ein weiterer spannender Aspekt ist die Zusammenarbeit der Unternehmen im Süden, die sich zur ARGE Naturgestein zusammengeschlossen haben. Sie üben scharfe Kritik an Greenpeace. Der Vorwurf: Die Probenahmen und Messungen seien nicht fachgerecht erfolgt. Die Unternehmen setzen alles daran, den Betrieb wieder aufzunehmen, und haben bereits einen Probebetrieb beantragt. Experten erklären, dass Vorkommen von Asbest nicht automatisch eine Gesundheitsgefahr darstellen; gefährlich sind vor allem lungengängige Fasern. Allerdings wird Greenpeace nicht müde, zu betonen, dass Asbestfasern in der Luft nachgewiesen wurden, was die Gemüter erhitzt.
Die politischen Spannungen in dieser Angelegenheit sind nicht zu übersehen. Greenpeace kritisiert die Bundesländer Burgenland und Steiermark für unzureichende Maßnahmen, während die Behörden dem widersprechen. In der Steiermark sei keine Gefahr festgestellt worden, und im Burgenland lägen die Asbestfaser-Konzentrationen in üblicher Schwankungsbreite. Es herrscht Einigkeit darüber, dass es an bundesweiten Grenzwerten für natürlich vorkommenden Asbest mangelt, was die Situation nicht einfacher macht.
Wirtschaftliche Perspektiven
Die Betreiber der Steinbrüche prüfen mittlerweile rechtliche Schritte und warnen vor den wirtschaftlichen Folgen, die durch einen verstärkten Lkw-Transport entstehen könnten. Die Schließung der Steinbrüche hat nicht nur Auswirkungen auf die direkt betroffenen Mitarbeiter, sondern auch auf die lokale Wirtschaft. Die Sorge um die Arbeitsplatzsicherheit wird von vielen geteilt, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickeln wird.
Zusammenfassend zeigt sich, dass die Steinbrüche im Burgenland vor einer ungewissen Zukunft stehen. Die Auseinandersetzungen rund um Asbest und die damit verbundenen gesundheitlichen Bedenken werden die Diskussionen in der Region weiterhin prägen. Die Forderung nach klaren gesetzlichen Vorgaben wird lauter, da sich die Akteure im Burgenland und darüber hinaus um eine Lösung bemühen.