Am vergangenen Wochenende fanden sich zahlreiche Gäste in der Mehrzweckhalle Stinatz ein, um ein ganz besonderes Ereignis zu feiern: Die private Hilfsinitiative „Hilfe direkt“ beging ihr 30-jähriges Bestehen. Was für ein Meilenstein! Die Atmosphäre war geprägt von Freude und Dankbarkeit für die unermüdliche Arbeit, die vor allem Gründer Franz Grandits seit drei Jahrzehnten für die Menschen in Burkina Faso leistet. Der mittlerweile 89-Jährige wurde an diesem Abend für sein beeindruckendes Engagement gewürdigt. „Jeder Cent kommt dort an“, betonte er mit Nachdruck und unterstrich die Bedeutung von Transparenz und Vertrauen in der Hilfsarbeit. Es war spürbar, wie wichtig ihm diese Botschaft ist.

Durch den Abend führte der Moderator Walter Reiss, der charmant mit Ehrengästen und Vorstandsmitgliedern über die vielfältigen Projekte der letzten drei Jahrzehnte plauderte. Die Initiative hat in Burkina Faso nachhaltige Veränderungen bewirkt, sei es durch Bildungs- und Gesundheitsprojekte oder durch humanitäre Unterstützung. Zu den Ehrengästen zählten auch die burkinische Botschafterin Maimounata Ouattara, Bürgermeister Andreas Grandits und Vizebürgermeisterin Sandra Kirisits. Ein wirklich buntes Treiben!

Musikalische Umrahmung und weitere Ehrungen

Die musikalische Begleitung des Abends übernahm das Ensemble Stinjacko Kolo, unterstützt vom FTM-Trio und dem burkinabesischen Musiker Amidou Koita. Ihre Klänge verliehen der Feier eine besondere Note und sorgten für eine gelungene Stimmung. Es war ein Abend, der nicht nur zum Feiern einlud, sondern auch dazu, die Erfolge der Initiative zu reflektieren und die Menschen, die in Burkina Faso leben, nicht aus den Augen zu verlieren.

Ein Blick auf die Projekte, die durch „Hilfe direkt“ ins Leben gerufen wurden, zeigt die große Bandbreite an Unterstützung. Ende Februar 2022 kam der 32. Container in Kongoussi an, beladen mit medizinischem Equipment, Spitalsbekleidung für zwei Krankenhäuser, Feuerwehr-Ausrüstung, Betten für Mädchenheime und vielem mehr. Es war eine wichtige Lieferung, insbesondere nach dem Brand des staatlichen Spitals. Die Feuerwehrausrüstung ergänzt das erste Feuerwehrauto von Kongoussi, das von einem Verein gespendet wurde. Das zeigt, wie nachhaltig die Hilfsaktionen sind – und dass sie tatsächlich ankommen.

Die Situation in Burkina Faso

Doch hinter den Erfolgen steht auch eine ernüchternde Realität. Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt und leidet unter bewaffneten Konflikten und den gravierenden Folgen des Klimawandels. Über zwei Millionen Menschen sind im eigenen Land vertrieben, mehr als sechs Millionen benötigen dringend humanitäre Hilfe. Die Schulsituation ist alarmierend: Über 6.000 Schulen sind geschlossen, was mehr als einer Million Kindern den Schulbesuch verwehrt. In Anbetracht dieser Herausforderungen ist der unermüdliche Einsatz von Franz Grandits und seiner Initiative umso wertvoller.

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Im Jahr 2024 waren 3,7 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, von denen nur die Hälfte versorgt werden konnte. Die politischen Unruhen und die Gewalt von bewaffneten Gruppen machen die Lage noch schwieriger. In acht der dreizehn Regionen des Landes wurde der Notstand ausgerufen. Das Engagement von „Hilfe direkt“ bleibt also unerlässlich, um den Menschen vor Ort eine Perspektive zu bieten und ihnen zu helfen, in diesen herausfordernden Zeiten zu überleben.

Die Feier in Stinatz war nicht nur ein Anlass, um zurückzublicken, sondern auch, um nach vorne zu schauen und den Blick auf die anhaltenden Bedürfnisse in Burkina Faso zu richten. Jedes Lächeln, jede kleine Hilfe zählt – und genau das macht die Arbeit von Franz Grandits und seiner Initiative so wichtig.