71. Landesfeuerwehrleistungsbewerb in Olbendorf: Gemeinschaft und Wettkampf im Zeichen der Feuerwehr
Am 3. und 4. Juli 2026 fand der 71. Landesfeuerwehrleistungsbewerb in Olbendorf, im Bezirk Güssing, statt. Ein beeindruckendes Spektakel mit rund 200 Wettkampfgruppen und etwa 1.800 Feuerwehrmitgliedern, die sich in einem Wettkampf um das begehrte Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und Silber maßen. Es war ein Ereignis, das die Gemeinschaft zusammenbrachte – nicht nur Feuerwehrleute aus Burgenland, sondern auch Gastgruppen aus Niederösterreich und Oberösterreich waren vor Ort. Der Sportplatz in Olbendorf verwandelte sich in ein pulsierendes Zentrum des Feuerwehrsports.
Die Wettkämpfe wurden auf acht Bewerbsbahnen ausgetragen, wobei jede Gruppe aus neun Mitgliedern und einem Ersatzmitglied bestand. Ein Löschangriff und ein Staffellauf standen auf dem Programm. Beim Löschangriff kamen verschiedene Feuerwehrgeräte wie Tragkraftspritzen, Schläuche und Armaturen zum Einsatz. Die Aufgaben im Bronze-Bewerb waren fest zugeteilt, während im Silber-Bewerb die Funktionen durch Auslosung bestimmt wurden. Unter den wachsamen Augen von über 100 erfahrenen Bewertern wurden Fehler penibel mit Schlechtpunkten bewertet. Die Spannung war greifbar, als die Gruppe um die schnellste Überbringung eines Strahlrohrs kämpfte.
Ergebnisse und Ehrungen
Der Bewerb Bronze A wurde von der Gruppe Kulm 1 gewonnen, gefolgt von Steinbrunn 1 und Pinkafeld 1 auf den Plätzen zwei und drei. Im Bewerb Silber A sicherte sich Frankenau 1 den Landessieg, vor Baumgarten 1 und Karl 1. Besonders erfreulich war der Erfolg der Damen, denn in der Damenwertung (Bronze) belegte Rudersdorf-Berg 1 den ersten Platz, gefolgt von Neufeld an der Leitha 2 und Markt St. Martin 3. Auch beim Parallelbewerb, dem Floriani-Cup, konnte St. Martin an der Raab/Berg die Wandertrophäe nach Hause holen. In der Damenwertung des Floriani-Cups siegte ebenfalls Rudersdorf/Berg.
Bei der Siegerehrung konnte Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Er lobte die hervorragenden Leistungen und den hohen Ausbildungsstand der Feuerwehren. Ein schöner Moment, in dem die harte Arbeit und das Engagement all der Beteiligten gewürdigt wurden. Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Hingabe in dieser Gemeinschaft steckt.
Ein Blick hinter die Kulissen
Die Durchführung eines solchen Bewerbs ist keine kleine Sache. Über 100 erfahrene Bewerter und Bahnrichter sorgten für einen reibungslosen Ablauf, während Ordnerkommandanten und die Veranstalterfeuerwehr alles im Griff hatten. Der Zeitplan war straff: Am ersten Tag begann der Bewerb um 16:00 Uhr und endete um 19:00 Uhr, gefolgt von einem Totengedenken. Der zweite Tag startete früh um 08:36 Uhr und endete mit der Defilierung und dem Ausmarsch vom Bewerbsplatz gegen 18:30 Uhr.
Der Feuerwehrleistungsbewerb ist mehr als nur ein Wettkampf. Er ist eine Tradition, die tief im österreichischen Feuerwehrwesen verwurzelt ist. Die Teilnehmer müssen sowohl beim Löschangriff als auch beim Staffellauf ihr Können unter Beweis stellen. Hierbei ist der erste Teil, der Löschangriff, entscheidend, wo die komplette Löschleitung vom Saugkopf bis zum Strahlrohr aufgebaut werden muss. Im zweiten Teil, dem Staffellauf, muss die gesamte Gruppe agieren – ein Mitglied darf nicht mitlaufen, was die Herausforderung erhöht.
Die Wertungen sind international einheitlich und orientieren sich an festgelegten Kriterien. Jeder Kamerad hat seine spezielle Aufgabe, und die Zeit sowie mögliche Fehler beeinflussen die Bewertung erheblich. Die Grundregeln gelten nicht nur für die Landesbewerbe, sondern sind auch Teil der alle vier Jahre stattfindenden Feuerwehrolympiade. Wer die Leistungsgrenzen überschreitet, erhält das begehrte Leistungsabzeichen.
So zeigt sich der Feuerwehrleistungsbewerb nicht nur als sportliche Herausforderung, sondern auch als wertvolles Bindeglied innerhalb der Gemeinschaft. Die Kameradschaft und der gemeinsame Ehrgeiz sind es, die diese Veranstaltungen zu etwas ganz Besonderem machen. Die Vorfreude auf die nächsten Bewerbe ist jetzt schon spürbar, und die Vorbereitungen laufen sicherlich auf Hochtouren.
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