Die Güssinger Teiche im südöstlichen Alpenvorland sind mehr als nur ein schöner Anblick für Naturliebhaber. Hier handelt es sich um einen bedeutenden Naherholungsraum und einen wichtigen Feuchtlebensraum, der Zugvögeln als Rastplatz zwischen dem Donau-March-Raum, dem Neusiedler See und der Adria dient. Diese Teiche wurden 2014 zum Ramsargebiet erklärt, was ihre internationale Bedeutung unterstreicht. Wer sich für die Natur und die Vogelwelt interessiert, sollte unbedingt einen Blick auf diesen versteckten Schatz werfen. Am 12. Juli wird das zehnjährige Bestehen des Pflegevereins Ramsargebiet Güssinger Teiche gefeiert – ein Anlass, der nicht nur Ornithologen in Scharen anziehen wird.

Die Feierlichkeiten beginnen bereits um 8 Uhr mit einer ornithologischen Wanderung, die von der Güssinger Jägerschaft kulinarisch begleitet wird. Musik und ein Kinderprogramm runden das Fest ab. Bei all dem Trubel darf man nicht vergessen, dass die Teiche auch für die Fischzucht genutzt werden. Besonders Karpfen finden hier ideale Bedingungen. Historisch gewachsen, entstand diese einzigartige Teichlandschaft Anfang des 20. Jahrhunderts, und die Erhaltung dieser Kulturlandschaft liegt dem Pflegeverein, der 2016 gegründet wurde, sehr am Herzen.

Das Engagement des Pflegevereins

Der Pflegeverein hat sich zum Ziel gesetzt, die Flächen zu erhalten, das Bewusstsein für die Bedeutung der Teiche zu schärfen und die Infrastruktur auszubauen. Dazu gehört auch die Umwandlung nicht standortgerechter Fichtenforste in Feuchtwiesen im Rahmen eines Leader-Projekts, das 2014/2015 umgesetzt wurde. Diese Maßnahmen werden durch das ÖPUL-Naturschutzprogramm unterstützt. Ein öffentlicher Wanderweg führt durch die Teichanlage, während die empfindlicheren Bereiche der Tier- und Pflanzenwelt vorbehalten bleiben. Zudem sind Stege über Zuleitungskanäle und eine Vogelbeobachtungswarte in Planung, um den Zugang zur Natur zu erleichtern.

Vogelfreunde aus ganz Österreich haben dank der Zusammenarbeit mit BirdLife die Güssinger Teiche entdeckt. Jedes Jahr werden verschiedene Veranstaltungen angeboten, darunter die beliebten „Birdwatching-Tage“, die früh am Morgen um 5:30 Uhr beginnen. Die Sonntagsführungen mit einem Picknick an den Teichen sind ebenfalls ein fester Bestandteil des Programms und erfreuen sich großer Beliebtheit. Im Gebiet sind Arten wie Haubentaucher, Wasserralle, Zwergrohrdommel und viele verschiedene Reiherarten zu beobachten. Zudem gibt es hier seltene Pflanzen wie die Wassernuss.

Herausforderungen und Erhalt der Natur

Trotz all dieser Bemühungen steht der Pflegeverein vor Herausforderungen. Das Verbuschen der Feuchtwiesen, Veränderungen in den Schilfflächen, die Ausbreitung von Neophyten und die Abstimmung von Nutzungsinteressen sind Themen, die ständig im Fokus stehen. Dennoch ist der Pflegeverein, der aus Teichbesitzern, der Jägerschaft sowie Vertretern des Naturschutzes und der Grundbesitzer besteht, entschlossen, die Güssinger Teiche nicht nur zu erhalten, sondern auch für die nächsten Generationen attraktiv zu machen.

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Die Ramsar-Konvention, die 1976 ins Leben gerufen wurde, um den Erhalt von Feuchtgebieten zu fördern, hat auch in Deutschland eine Vielzahl von Ramsar-Gebieten hervorgebracht. Diese Gebiete bieten Lebensräume für stark gefährdete Zugvögel und Fische. Die Güssinger Teiche sind ein Teil dieses wichtigen Netzwerks und tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung von Feuchtgebieten zu schärfen. Man könnte sagen, sie sind ein kleiner, aber bedeutender Teil eines großen Ganzen. Wer also einen Tag in der Natur verbringen möchte und gleichzeitig etwas über den Schutz dieser Ökosysteme lernen möchte, sollte die Güssinger Teiche auf seine Liste setzen!

Für weitere Informationen über die Güssinger Teiche und das bevorstehende Fest, können Interessierte die Artikel im Kurier sowie auf BKFTV nachlesen.

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