Die letzten Wochen in Österreich waren geprägt von einer ganz außergewöhnlichen Hitzewelle. ORF-Meteorologe Marcus Wadsak zieht nun Bilanz: Die Temperaturen lagen ganze 33 Tage am Stück über 30 Grad! Unvorstellbar, oder? Ein Wetterumschwung mit Regengüssen und Gewittern kündigte sich am Vortag an, was viele von uns vielleicht ein wenig Erleichterung verspüren ließ. Doch die Abkühlung scheint nur von kurzer Dauer zu sein, denn die Temperaturen werden nächste Woche wieder ansteigen.

Begonnen hat diese historische Hitzewelle am 17. Juni, als in Feldkirch, Vorarlberg, bereits 31,1 Grad gemessen wurden. Am 29. Juni kletterte das Thermometer in Bad Deutsch-Altenburg, Niederösterreich, sogar auf unglaubliche 40,1 Grad. Das sind Werte, die wir in Österreich so noch nie zuvor gemessen haben! Am 19. Juli wurden in Fürstenfeld, Steiermark, und Güssing, Burgenland, immerhin 30,9 Grad verzeichnet. Wadsak betont, dass wir uns hier in einem neuen Klimazeitalter befinden, in dem solche Extremwerte alltäglich geworden sind.

Ein weiteres Extremjahr

Das Wetter in Österreich 2024 war nicht nur heiß, sondern auch extrem. Laut dem Klimastatusbericht war 2024 das wärmste Jahr in der österreichischen Messgeschichte, mit einer Durchschnittstemperatur von +8,8 Grad – ein Plus von 3 Grad im Vergleich zum Klimamittel von 1961 bis 1990. Zu Beginn des Jahres gab es bereits massive Temperaturabweichungen, so etwa im Februar mit +6,6 Grad. In der ersten Aprilhälfte überschritt die Temperatur sogar die 30-Grad-Marke, ein Rekord für diese Jahreszeit.

Die Hitze brachte nicht nur schweißtreibende Sommertage mit sich, sondern auch ernsthafte Schäden in der Natur. Frühe Blüten und darauf folgende Kaltlufteinbrüche sorgten im Obst- und Weinbau für Verluste von rund 56 Millionen Euro. In Wien etwa gab es 52 Tage mit mindestens 30 Grad und 53 Tropennächte – das ist schon eine Hausnummer!

Der Blick in die Zukunft

Ein unbeständiges Wetter ist in den kommenden Tagen angesagt. Die Prognose für Dienstag zeigt meist Sonnenschein, aber auch die Möglichkeit für Schauer und Gewitter bei 22 bis 27 Grad. Mittwoch wird sonnig mit Temperaturen von 21 bis 27 Grad, während Donnerstag eher wechselhaft und kühler ausfallen wird, mit Regenschauern im Norden. Am Freitag hingegen können wir uns auf trockenes Wetter mit sonnigen Phasen einstellen, Temperaturen zwischen 19 und 27 Grad. Und am Samstag? Da sind wieder viel Sonne und Tageshöchstwerte von 23 bis 29 Grad angesagt.

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Doch diese Extreme sind nicht nur ein lokales Phänomen. Klimawissenschaftler warnen bereits, dass der Klimawandel in den kommenden Jahren zu häufigeren Extremwetterereignissen führen wird. Der Hurrikan Melissa, der Jamaika im Jahr 2025 traf, wurde als der stärkste seit Beginn der Aufzeichnungen bezeichnet. Solche Ereignisse verdeutlichen, dass wir uns nicht nur um Anpassungsmaßnahmen kümmern müssen, sondern auch um einen schnellen Ausstieg aus fossilen Energien. So wird auch die Notwendigkeit, dass Maßnahmen über Gemeinde- und Landesgrenzen hinweg koordiniert werden, immer drängender.

Die Wetterlage zeigt uns einmal mehr, wie verwundbar wir sind und wie wichtig es ist, gemeinsam zu handeln. Denn die Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, sind nicht nur umweltpolitischer Natur, sondern betreffen uns alle in unserem täglichen Leben.

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