Am 9. Mai 2026 war die Grenzlandhalle in Heiligenkreuz der Schauplatz für den Bezirksjagdtag, ein Event, das nicht nur die Jagdtraditionen im Bezirk Jennersdorf feiert, sondern auch die Entwicklung und die Herausforderungen der Jagd thematisiert. Der Jagdverein Bezirk Jennersdorf kann stolz auf sein viertes Jahr zurückblicken. Jagdleiter Bernhard Takacs hat in diesem Jahr neue Elemente eingeführt, um das Wesen der Jagd und die Bedeutung natürlicher Biotope anschaulich darzustellen. Die Ausstellung umfasste eine beeindruckende Sammlung von Bildern, Trophäen, Präparaten und verschiedenen Gebrauchsgegenständen, die die Besucher in ihren Bann zogen.
Takacs hebt hervor, wie sich das Wesen der Jagd verändert hat und warum Umwelt- und Wildtierpflege heutzutage wichtiger denn je sind. Ein zentrales Projekt, das ins Leben gerufen wurde, ist „REHgional“, das auf die wertschöpfungsoptimierte Vermarktung des Rehwildes abzielt. In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit immer mehr in den Fokus rückt, ist solch eine Initiative nur folgerichtig. Bezirksjägermeister Reinhard Knaus informierte die Anwesenden auch über die aktuellen Abschusszahlen: Es gab einen Anstieg bei Rotwild auf 148 Stück und eine erstaunliche 120%ige Steigerung beim Schwarzwild, das nun bei 550 Stück liegt. Allerdings gibt es auch besorgniserregende Rückgänge bei anderen Wildarten, insbesondere beim Niederwild.
Wildschäden und neue Pläne
Die Wildschäden in der Region belaufen sich auf satte 40.000 Euro, was die Notwendigkeit eines angepassten Abschussplans unterstreicht. Ein weiterer Punkt auf der Agenda war die Schließung des Schießplatzes Eltendorf. Um trotzdem weiterhin die Schießpraxis zu fördern, hat der Sportschützenverein Eltendorf einen modernen Schießsimulator angeschafft. Dieser ermöglicht es den Mitgliedern, mit ihrer eigenen Waffe zu trainieren und dabei wertvolle Rückmeldungen zur Schrotgarbe zu erhalten. Christian Toth lädt am 30. Mai zum ersten Probeschießen ein – das wird sicher spannend!
Musikalisch umrahmt wurde der Jägertag von den Jagdhornbläsern unter Hornmeister Jürgen Steigel, die mit ihren Klängen für eine festliche Atmosphäre sorgten. Und Rudi Pummer servierte den Gästen Köstlichkeiten aus der ersten Impulsjagd des Bezirks. Das Zusammenspiel von Tradition und modernen Elementen macht den Bezirksjagdtag zu einem Erlebnis für Jung und Alt.
Wie wichtig die Jagd für die Region Jennersdorf ist, zeigt sich nicht nur in den Zahlen, sondern auch in der Leidenschaft der Menschen, die sich für den Erhalt der Natur und den verantwortungsvollen Umgang mit Wildtieren einsetzen. Die Herausforderungen sind groß, doch die Gemeinschaft ist stark und entschlossen, auch in Zukunft eine nachhaltige Jagdkultur zu fördern. Schließlich geht es nicht nur um die Jagd selbst, sondern auch um den Lebensraum, den wir teilen und schützen müssen.
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