Heute ist der 24.06.2026, und in Jennersdorf gibt es einen besonderen Anlass, über den man unbedingt berichten sollte. Der Peacewalk 2026, ein beeindruckendes Pilgerereignis, findet in diesem Jahr auch in Österreich statt. Ein Zubringerweg im Burgenland, der aus insgesamt sechs Etappen besteht, wurde am vergangenen Wochenende feierlich eröffnet. Die Wanderung führt von Süd nach Nord und ist eine wunderbare Gelegenheit, für den Frieden zu gehen – was kann es Schöneres geben?

Die Eröffnung des Zubringerweges fand in Neuhaus am Klausenbach auf Schloss Tabor statt. Benno Döller, der Standort- und Festivalleiter, begrüßte die Teilnehmer, während Monika Petanovitsch und Waltraud Hofer das Startband durchtrennten. Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie von der talentierten Hannah Melbinger. Insgesamt 16 Teilnehmer machten sich auf die erste Etappe, die etwa 20 Kilometer bis nach St. Martin an der Raab führte. Die Strecke war nicht nur eine Wanderung, sondern auch eine Reise durch die Geschichte – vorbei an Altenhof, dem ehemaligen Grenzübergang Bonisdorf und dem Dreiländereck, wo Österreich, Ungarn und Slowenien aufeinandertreffen.

Ein Tag voller Impulse und Gemeinschaft

Die Teilnehmer hatten während ihrer Wanderung immer wieder Pausen eingeplant, um Impulse zum Nachdenken zu erhalten. Ein gemeinsames Friedensgebet gab dem Ganzen eine spirituelle Note. Nach der ersten Etappe wurden die müden Wanderer im Pfarrheim von St. Martin mit Erfrischungen empfangen, was sicher für neue Kräfte sorgte. Die zweite Etappe startete in Mogersdorf und war mit einem Gottesdienst sowie einem Pilgersegen von Ortspfarrer Anton Polanz verbunden. Die Strecke führte entlang des Pannonischen Friedenspfades und der Schlösserstraße. Ein ganz besonderes Highlight war eine Kutschfahrt über eine schattenlose Asphaltstrecke. Das klingt nach Spaß!

Die Gruppe erlebte auch die herzliche Gastfreundschaft von Susanna und Jasmina im Urlaubsrefugium „Auszeit am Rosenberg“. Nach 22 Kilometern erreichten sie Güssing, wo sie in der Basilika Maria Heimsuchung empfangen wurden. Hier fand ein Friedensgebet statt, gefolgt von einer Agape und einer Führung durch Gilbert Lang. Der Peacewalk Burgenland mündet schließlich in Neusiedl am See in den Jerusalemweg, der als der weltweit längste Friedensweg gilt. Es sind noch vier weitere Termine geplant, an denen man am Peacewalk teilnehmen kann. Wer Interesse hat, sollte sich schnell auf www.pilgernbewegt.at anmelden.

Ein Trend im Pilgerwesen

Die Begeisterung für das Pilgern scheint nicht nur in Österreich, sondern auch international zuzunehmen. Laut der aktuellen Pilgerstatistik 2024 gab es eine Rekordzahl von 498.884 Pilgern auf dem Jakobsweg. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 11,1%! Besonders international zieht es immer mehr Menschen auf die Wege – 290.506 Pilger waren aus dem Ausland. Bemerkenswert ist auch, dass der Anteil der weiblichen Pilger auf 53% gestiegen ist. Sarria bleibt der beliebteste Startpunkt, und die Pilgerzahlen zeigen insgesamt einen positiven Trend, trotz der Rückgänge während der COVID-19-Pandemie.

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Die Prognose für 2025 liegt bei einer möglichen Pilgeranzahl von 500.000 bis 520.000. Das zeigt, dass das Bedürfnis nach Gemeinschaft, Spiritualität und Frieden ungebrochen ist. Es bleibt spannend, wie sich die Pilgerbewegung in den kommenden Jahren entwickeln wird. Der Peacewalk in Österreich könnte ein Teil dieser großen Bewegung sein, die immer mehr Menschen auf die Beine bringt, um für einen guten Zweck zu wandern.

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