Am Freitag war Eisenstadt der Mittelpunkt der österreichischen Energiezukunft, da der siebte KlimaDialog stattfand. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil diskutierten gemeinsam mit Experten und interessierten Besuchern über die lokale und regionale Energiewende. Die Energiewende birgt immense Möglichkeiten für die Gesellschaft, die es nun zu ergreifen gilt. Ein Beispiel dafür ist die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, die nicht nur den Beitrag zum Klimaschutz leistet, sondern auch die Unabhängigkeit von Energieversorgern fördert und Geld spart.
Der Ausbau erneuerbarer Energien in Österreich boomt und bis 2030 soll der heimische Strombedarf bilanziell zu 100 Prozent durch Erneuerbare gedeckt werden. Bereits im Jahr 2023 lag dieser Anteil bei 92 Prozent, was nahe an dem angestrebten Ziel ist. Derzeit wird der Energiemix gut genutzt: Wasser- und Sonnenenergie im Frühjahr und Sommer, Windenergie in der kalten Jahreszeit. Dieser positive Trend lässt darauf schließen, dass das Ziel für 2030 sogar früher erreicht werden könnte.
Im Burgenland ist das Ziel bis 2030 klimaneutral zu werden. Landeshauptmann Doskozil betont, dass dies nur möglich ist, wenn alle Bürgerinnen und Bürger mit einbezogen werden. Deshalb wird eine burgenlandweite Energiegemeinschaft zu attraktiven Konditionen ins Leben gerufen. In ganz Österreich erfreuen sich Energiegemeinschaften großer Beliebtheit, mit mehr als 2.400 solcher Gemeinschaften. Sie nutzen regionale erneuerbare Ressourcen, maximieren die sozialen Vorteile und wirtschaften gemeinsam nachhaltig.
Der nächste KlimaDialog findet am 22. November 2024 in Wien statt, mit dem Motto „Reise in die Klimazukunft. Haben wir alles gepackt?“. Dieser Dialog ist Teil der Umsetzung der EU-Governance Verordnung, die den Dialog über klima- und energiepolitische Fragen auf verschiedenen Ebenen in jedem Mitgliedsstaat vorschreibt.
Quelle: www.boerse-express.com