Wildtiere auf den Straßen des Burgenlandes sind zunehmend von Verkehrsunfällen betroffen, die jährlich alarmierende Zahlen erreichen. Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit ereignen sich im Burgenland rund 7.700 Wildunfälle pro Jahr, wobei Niederösterreich die unrühmliche Führung in Österreich innehat. Dabei ist der Bezirk Amstetten in Niederösterreich Spitzenreiter in Unfällen mit Personenschaden, während es ohne Personenschäden der Bezirk Neusiedl am See wäre.
Eine besorgniserregende Entwicklung zeigt sich seit der Corona-Pandemie, da immer mehr Menschen den Wald aufsuchen. Dies führt zu einer Veränderung des Verhaltens der Wildtiere, die aufgrund des Klimawandels verstärkt längere Wege zurücklegen müssen. Josef Pröll vom Niederösterreichischen Jagdverband betont, dass die Herausforderungen durch die gesteigerte Freizeitnutzung im Wald und veränderte Lebensräume der Tiere zugenommen haben.
Besonders betroffen sind größere Tiere wie Rehe, bei denen das Verletzungsrisiko deutlich steigt. Im vergangenen Jahr wurden im Burgenland 27 Menschen bei Wildunfällen verletzt, während mehr als 7.300 Tiere getötet wurden. Es ist entscheidend, bei einem Wildunfall bestimmte Regeln einzuhalten, darunter die Erstversorgung von Verletzten und das ordnungsgemäße Verhalten, falls das Tier flüchtet.
Die zunehmende Interaktion zwischen Menschen und Wildtieren erfordert eine bewusste Sensibilisierung für Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Raum, um sowohl die Verkehrsteilnehmer als auch die Tiere zu schützen.
Quelle: burgenland.orf.at
