In Mattersburg gibt es seit kurzem wieder einen Grund zur Freude: Franz Geissler, der ehemalige Bürgermeister und Lehrer der Stadt, hat ein neues Buch veröffentlicht. Mit dem Titel „Teuzeitprodabua“ bringt er seinen Leserinnen und Lesern eine Sammlung von Geschichten, die humorvoll und im Wiener Dialekt verfasst sind. Diese Erzählungen sind nicht einfach nur erfunden; sie basieren auf echten Erlebnissen aus seinem Leben. Geissler selbst bezeichnet sein Werk als eine Art Autobiografie, wobei er die Namen der Personen bewusst verfälscht, um die Privatsphäre zu wahren.

Das Besondere an „Teuzeitprodabua“ ist der Sprachstil. Geissler hat es geschafft, die echte Sprache der Menschen – mit all ihren direkten und derben Ausdrücken – einzufangen. Er wuchs in Mattersburg auf, verbrachte aber viel Zeit in Wien, was seine Vorliebe für Dialekte noch weiter prägte. Der studierte Chemiker hat sich also nicht nur in der Naturwissenschaft, sondern auch in der Welt der Worte einen Namen gemacht. Vor diesem neuen Werk hat er bereits zwei Bücher veröffentlicht, beide in der altburgenländischen Mundart Hianzisch: „Ätzend“ und „Mein gereimtes Burgenland“. Und das ist noch lange nicht alles – Geissler plant, in naher Zukunft weitere sechs Bücher herauszubringen, die bereits in Vorbereitung sind. „Teuzeitprodabua“ ist ab sofort bei Knotzer erhältlich.

Ein Blick auf den Autor

Franz Geissler ist ein echtes Kind der Region. Aufgewachsen in Mattersburg, hat er durch seine Zeit in Wien nicht nur die große Stadt kennengelernt, sondern auch die verschiedenen Dialekte, die ihn zu seinem kreativen Schaffen inspirierten. Seine Leidenschaft für Wortspiele und Dialekte zeigt sich nicht nur in seinen Büchern, sondern auch in der Art, wie er mit seinen Mitmenschen kommuniziert. Der Humor, den er in seinen Erzählungen verwendet, kommt nicht von ungefähr. Es ist die Art von Humor, die man in der Nachbarschaft hört, bei einem Glas Wein oder während eines geselligen Beisammenseins.

Wer sich auf die Lektüre wagt, wird schnell feststellen, dass Geissler nicht nur Geschichtenerzähler, sondern auch ein Geschichtenerwecker ist. Seine Erlebnisse und die der Menschen rund um ihn werden lebendig, und man kann förmlich die Atmosphäre spüren. Ob es nun um skurrile Begebenheiten oder alltägliche Herausforderungen geht, Geissler hat ein Talent dafür, die kleinen Dinge des Lebens groß herauszustellen.

Die lokale Literaturszene

Das Erscheinen von „Teuzeitprodabua“ ist ein weiterer Schritt in der lebendigen Literaturszene in Österreich, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Autoren wie Geissler bringen frischen Wind und regionale Identität in die Literatur. Ihre Geschichten sind nicht nur unterhaltsam, sondern bieten auch einen Blick auf das Leben in der Region, das oft zwischen Tradition und Moderne pendelt. Die Verbindung von Dialekt und Humor schafft eine einzigartige Lesererfahrung, die sowohl alteingesessene als auch neue Leser anspricht.

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In einer Zeit, in der die Digitalisierung und Massenkommunikation oft die persönliche Note vermissen lassen, sind Bücher wie „Teuzeitprodabua“ eine willkommene Abwechslung. Sie erinnern uns daran, dass Geschichten, die in unserem direkten Umfeld passieren, genauso spannend und lehrreich sein können wie die großen Epen. Franz Geissler hat mit seinem neuesten Werk die Möglichkeit geschaffen, sich mit der eigenen Umgebung auf eine neue, humorvolle Weise auseinanderzusetzen.