Heute, am 10. Mai 2026, wird der Muttertag gefeiert, und damit rückt die Rolle der Mütter in unserer Gesellschaft einmal mehr ins Rampenlicht. Es ist eine Gelegenheit, ihre unermüdliche Arbeit zu würdigen, aber auch, um die Herausforderungen, die sie im Alltag bewältigen, anzusprechen. In Neusiedl am See gibt es die Frauen- und Familienberatungsstelle „Der Lichtblick“, die sich intensiv mit diesen Themen auseinandersetzt. Hier erfahren wir, mit welchen Schwierigkeiten Mütter häufig konfrontiert sind.

Trennung und Scheidung, Erfahrungen mit Gewalt, und das Gefühl der Überforderung – das sind nur einige der Aspekte, die Mütter in ihrem Alltag belasten. Besonders die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung gestaltet sich zunehmend schwierig. Die Lebenshaltungskosten steigen, und damit auch der finanzielle Druck auf viele Familien. Der sogenannte „Mental Load“, das unsichtbare Gewicht der Organisations- und Planungsarbeit, wird immer größer. Mütter berichten auch von einer Zunahme psychischer Probleme bei ihren Kindern, was die Situation weiter verkompliziert.

Beruf und Familie: Ein Balanceakt

Die Herausforderung, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen, bleibt eine große Hürde. Oft sind die Betreuungszeiten in Kindergärten und Horten nicht flexibel genug, was viele Mütter in die Bredouille bringt. Es ist nicht selten, dass Frauen in Berufen mit langen Arbeitszeiten tätig sind, etwa bis 21 Uhr im Outletcenter. Mobilität ist ein weiteres Problem, denn viele sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, um ihre Kinder zu betreuen und selbst zur Arbeit zu kommen.

Traditionelle Familienstrukturen sind nach wie vor vorherrschend. Nur etwa 17% der Väter nehmen Elternzeit in Anspruch, und wenn, dann meist für kürzere Zeiträume als die Mütter. Das führt dazu, dass unbezahlte Carearbeit nach wie vor größtenteils bei Frauen bleibt, was die Ungleichverteilung in der Familie verstärkt. Viele Mütter haben kaum Raum für Selbstfürsorge, da sie unter struktureller Überbelastung leiden. Schuldgefühle, geprägt durch traditionelle Familienbilder, machen es zusätzlich schwer, sich Auszeiten zu nehmen.

Tipps zur Entlastung

<p"Eine klare Aufteilung der Aufgaben und gegenseitige Freiräume können hilfreich sein, um die Last zu teilen. Gelebte Gleichberechtigung in der Familie ist essenziell, und frühe Unterstützung durch Beratungsstellen kann einen echten Unterschied machen. Mütter sollten ermutigt werden, ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen und für sich selbst einzustehen.

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Eine Betrachtung über die Grenzen von Neusiedl am See hinaus zeigt, dass die Herausforderungen für Eltern, insbesondere für Mütter, nicht nur lokal sind. Laut aktuellen Statistiken leben in Deutschland 7,2 Millionen Mütter und 6,2 Millionen Väter im erwerbsfähigen Alter mit mindestens einem Kind unter 15 Jahren. Die Erwerbstätigenquote der Mütter variiert stark, je nach Alter des jüngsten Kindes – von 40% bei Kindern unter 3 Jahren bis zu 84% bei Kindern von 10 bis 14 Jahren. Diese Zahlen verdeutlichen, wie wichtig die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie ist und wie sie die finanzielle Situation und den zeitlichen Rahmen für viele Familien beeinflusst.

Die Realität ist, dass 68% der Mütter und 92% der Väter 2023 erwerbstätig waren, ohne dass dies durch Elternzeit oder Mutterschutz unterbrochen wurde. Aber der Spagat zwischen Beruf und Familie bleibt eine Herausforderung, die viele Mütter in Neusiedl am See und darüber hinaus betrifft. Die kulturellen und strukturellen Rahmenbedingungen erfordern ein Umdenken, um die Lebensqualität von Familien nachhaltig zu verbessern.

Für weitere Informationen und Unterstützung können interessierte Mütter die Beratungsstelle „Der Lichtblick“ in Neusiedl am See kontaktieren. Es lohnt sich, die eigenen Bedürfnisse und Herausforderungen ernst zu nehmen und sich nicht allein zu fühlen.