Am 26. April 2026 fand in Oberpullendorf der Forscherinnen-Tag statt, an dem über 30 Mädchen aus dem Burgenland teilnahmen. Diese Veranstaltung wird seit fünf Jahren vom Referat Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung der burgenländischen Landesregierung organisiert. In diesem Jahr war der Burgenländische Müllverband (BMV) Partner des Events, um gemeinsam mit den jungen Teilnehmerinnen klassische Rollenbilder aufzubrechen und Mädchen für Forschung und Technik zu begeistern.

Die Veranstaltung war schnell ausgebucht und richtete sich an Mädchen im Alter von 8 bis 11 Jahren. Sandra Glatz, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit und Abfallberatung beim BMV, war Gastgeberin und Anleiterin eines spannenden Experiments. Die Mädchen konnten Mitmach-Experimente zu Biogas und einer Kartoffel-Batterie durchführen. Der Abfallberater Georg Pisarevic betonte die Wichtigkeit des MINT-Prinzips, das für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik steht. Neben den Experimenten wurden auch Themen wie Upcycling und Abfalltrennung behandelt, inklusive einer Führung durch die Betriebsstätte des BMV, wo die Teilnehmerinnen Einblicke in die Abfallverarbeitung und -verwertung erhielten.

Motivation für MINT-Berufe

Iris Drechsel, Verantwortliche des Referats, wies darauf hin, dass Frauen in technischen Berufen stark unterrepräsentiert sind. Dies ist nicht nur im Burgenland ein Thema, sondern betrifft viele Regionen und Länder. Mädchen wie Leonie K. haben oft Talente in Sprachen und Mathematik, jedoch sind viele junge Frauen unsicher, ob ein MINT-Studium das Richtige für sie ist. Der nationale Pakt für Frauen in Naturwissenschaft und Technik wurde ins Leben gerufen, um Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen. Unter dem Motto „Komm, mach MINT!“ sollen bessere Orientierungsangebote geschaffen werden. Das Bundesbildungsministerium stellt hierfür jährlich rund 3 Millionen Euro zur Verfügung.

Die MINT-Berufe bieten nicht nur spannende Aufgaben und Karrierechancen, sondern auch überdurchschnittliche Gehälter. Dennoch wird das Potenzial von Frauen in diesen Bereichen nicht ausreichend genutzt. Viele MINT-Berufe sind traditionell eine Männerdomäne, und die Bundesregierung setzt sich dafür ein, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen und eine familienfreundlichere Kultur in Unternehmen und Wissenschaft zu fördern. Über 600 Projekte sollen das Interesse an MINT wecken und Schülerinnen sowie junge Frauen unterstützen, technische Berufe kennenzulernen und ihre Talente zu entdecken.

Zukunftsperspektiven

Der Forscherinnen-Tag in Oberpullendorf ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die nächste Veranstaltung, der Mach MI(N)T Workshop, findet am 27. Februar 2027 im BUZ in Neutal statt. Hier können weitere Mädchen die Möglichkeit nutzen, sich mit MINT-Themen auseinanderzusetzen und praktische Erfahrungen zu sammeln. Der Bedarf an gut ausgebildeten Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern wird in Zukunft weiter steigen, und es ist von großer Bedeutung, diese Talente frühzeitig zu fördern.

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Insgesamt zeigt der Forscherinnen-Tag, dass es an der Zeit ist, die Talente von Mädchen zu fördern und ihnen die Türen zu öffnen, die in die Welt der Naturwissenschaften und Technik führen. Der Weg in eine zukunftsorientierte Gesellschaft führt durch die Förderung von Vielfalt in den MINT-Berufen, und der BMV sowie die burgenländische Landesregierung leisten mit solchen Veranstaltungen einen wertvollen Beitrag.