Am Gymnasium Oberpullendorf geht es momentan tierisch und summend zu! Vor kurzem fanden dort zwei spannende, praxisorientierte Unterrichtsinitiativen statt, die sowohl die Tiermedizin als auch die faszinierende Welt der Bienen in den Fokus rückten. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1A und 1C hatten die Möglichkeit, mehr über die Arbeit von Tierärztin Madeleine Schreiber zu erfahren, die im Biologieunterricht einen Gastvortrag hielt.
Madeleine Schreiber stellte ihren Beruf vor und erklärte, was es braucht, um Tierärztin zu werden. Die Ausbildung ist alles andere als ein Zuckerschlecken! Da gibt es Eignungstests in Biologie, Chemie und Physik, und ja, auch Lateinkenntnisse sind wichtig. Pflichtpraktika, unter anderem im Schlachthof, zählen ebenfalls dazu. Während des Vortrags erfuhren die Schüler, wie vielfältig der Beruf ist – von der Behandlung von Haustieren bis hin zur Arbeit mit Wildtieren wie Eulen und Greifvögeln. Ein besonders wichtiges Thema, das Schreiber ansprach, war der richtige Umgang mit Tieren. So sollten beispielsweise verlassene Jungtiere nicht angefasst werden, und bei verletzten Tieren ist es wichtig, sofort eine erwachsene Person zu verständigen. Auch die Kastration von Freigängerkatzen wurde thematisiert – ein Thema, das viele beeinflusst.
Ein summendes Schulprojekt
Parallel zu den tiermedizinischen Einblicken läuft am Gymnasium ein ebenso spannendes Bienenprojekt. Hier kümmern sich die Schüler um zwei betreute Bienenvölker. Ziel des Projekts ist es, den Jugendlichen Kenntnisse über Bienen, die Imkerei und die ökologischen Zusammenhänge zu vermitteln. Anlässlich des Weltbienentages am 20. Mai fanden sogar Einheiten direkt am Bienenstock statt! Wer hätte gedacht, dass im Sommer bis zu 70.000 Bienen in einem einzigen Bienenstock leben können? Und die Königin legt täglich bis zu 2.000 Eier – da kann man nur staunen!
Ein weiterer spannender Aspekt waren die praktischen Erfahrungen, die die Schülerinnen und Schüler sammeln konnten. Sie durften eine Honigwabe halten und den frisch geschleuderten Honig verkosten. Im Unterricht wurden auch Qualitätsunterschiede bei Honig und die Bedeutung regionaler Produktion besprochen. Der im Projekt gewonnene Honig wurde bereits von einer Klasse geschleudert, und andere Klassen sind jetzt dabei, ihn abzufüllen und zu etikettieren. Und das ist noch nicht alles – geplant sind auch Arbeiten zur Verarbeitung von Bienenwachs. Das klingt doch nach einem abwechslungsreichen und lehrreichen Schuljahr!
Ein Blick hinter die Kulissen der Imkerei
Die Imkerei ist ein faszinierendes Feld, das weit über das Honigsammeln hinausgeht. Viele Imker betreiben die Bienenhaltung als Freizeitbeschäftigung, doch es gibt auch Berufs- und Erwerbsimker, die davon leben. Um in diesem Bereich erfolgreich zu sein, braucht man eine hohe Einsatzbereitschaft und die Fähigkeit, selbstständig zu arbeiten. Die Tätigkeiten sind vielfältig: von der Betreuung der Bienenvölker über die Königinnenaufzucht bis hin zur Honigernte und Wachsgewinnung. Für angehende Imker gibt es verschiedene Wege zur Qualifikation, sei es durch eine klassische duale Berufsausbildung oder den Quereinstieg mit nachgewiesener Praxiserfahrung. Und wer die Meisterprüfung ablegen möchte, benötigt umfangreiche Erfahrung in der Bienenhaltung.
Das, was die Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Oberpullendorf erleben, ist also nicht nur eine spannende, sondern auch eine wertvolle Vorbereitung auf das, was sie in der Zukunft erwarten könnte. Die Kombination aus Theorie und Praxis, die Einblicke in verschiedene Berufe bietet und das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge schärft, ist ein echter Gewinn – für die Schüler und für die Gesellschaft!
Für weitere Informationen über die spannenden Initiativen am Gymnasium Oberpullendorf und die Welt der Bienen können Sie den Artikel auf meinbezirk.at lesen.
