In einer überraschenden Wendung hat die ARD gemeinsam mit dem SWR die Absetzung der beliebten Schlagersendung „Immer wieder sonntags“ nach 30 Jahren angekündigt. Diese Entscheidung, die im September 2026 in Kraft treten wird, sorgt für einen Aufschrei unter den Fans und Branchenkollegen. Besonders die Volksmusikerin Margot Hellwig äußert ihre Empörung über diese Entwicklung. Die 84-Jährige, die in der Vergangenheit mehrfach Gast in der Show von Stefan Mross war, sieht die Absetzung als bitteren Verlust für die Volksmusikszene und betont, dass die Show eine Existenzgrundlage für Mross darstellte, der aktuell kein anderes Format im Fernsehen hat.

Hellwig, die von 1963 bis 2010 gemeinsam mit ihrer Mutter auftrat und auf eine lange Karriere zurückblickt, kritisiert den zunehmenden Mangel an TV-Shows für Volksmusik und Schlager. Ihrer Meinung nach haben es junge Künstler heutzutage schwer, im Musikgeschäft Fuß zu fassen und sich einen Namen zu machen. „Immer wieder sonntags“ bot eine wichtige Plattform, um talentierte Newcomer vorzustellen, und Hellwig sieht in der Absetzung eine Bedrohung für die Zukunft von Künstlern wie Stefan Mross.

Die Sorgen um die Volksmusik

Die Entscheidung zur Absetzung der Show sei nicht nur eine persönliche Tragödie für Mross, sondern auch ein Zeichen dafür, dass das Interesse an traditioneller Volksmusik im Fernsehen schwindet. Hellwig äußert Bedenken über die Zukunft ihrer Weggefährten und die allgemeine Präsenz von Volksmusik im deutschen Fernsehen. Ihr Kontakt zu Florian Silbereisen, einem weiteren prominenten Vertreter der Szene, ist seit dem Tod ihres Mannes 2016 abgebrochen, was ihre Rückkehr auf die Bühne zusätzlich erschwert. „Ich kann mir nicht vorstellen, wieder aufzutreten“, sagt sie, „seitdem habe ich die Freude am Singen verloren.“

Die Absetzung von „Immer wieder sonntags“ erfolgt im Zuge von Sparmaßnahmen und einem strategischen Fokus auf jüngere Formate. Während die ARD im März 2023 die Entscheidung bekannt gab, gibt es bereits Bedenken, dass auch die Schlagershows von Florian Silbereisen betroffen sein könnten. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zeigt, dass 80 Prozent der Befragten eine Kürzung der Silbereisen-Shows befürworten, was die Unsicherheit über die Zukunft dieser Formate verstärkt.

Ein Blick in die Zukunft

Während die Absetzung der Show für viele ein herber Rückschlag ist, bleibt die Zukunft von Florian Silbereisen bei der ARD bis mindestens 2028 gesichert. Die „Feste“-Shows, die hohe Kosten verursachen, sind ebenfalls reichweitenstark und werden daher weiterhin angestrebt. Doch was bedeutet das für die Volksmusikszene insgesamt? Die Sorgen um die Finanzierung und die Abkehr von traditionellen Formaten sind ein deutliches Zeichen, dass sich die Medienlandschaft verändert.

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Die Absetzung von „Immer wieder sonntags“ könnte somit nicht nur das Ende einer Ära für Stefan Mross und Margot Hellwig bedeuten, sondern auch eine tiefere Frage aufwerfen: Wo bleibt der Platz für die Volksmusik und den Schlager im deutschen Fernsehen? Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu beobachten, wie sich die Branche auf diese Veränderungen einstellt und ob neue Formate entstehen, die den Bedürfnissen der Künstler und der Fans gerecht werden.

Für weitere Informationen über die Absetzung der Show und die Reaktionen darauf, lesen Sie den ausführlichen Artikel auf FNP und Abendzeitung. Weitere Details zur Situation von Florian Silbereisen finden Sie auch auf Volksstimme.