In der charmanten burgenländischen Freistadt Rust, wo die Sonne oft über dem Neusiedler See strahlt, gibt es gerade eine spannende Diskussion. Die Bürgerinnen und Bürger sind hin- und hergerissen, denn das aktuelle Kfz-Kürzel „E“ für Eisenstadt ist nicht bei allen beliebt. Bürgermeister Gerold Stagl hat nun den Wunsch geäußert, ein eigenes Kennzeichen „RU“ für Rust einzuführen. Das klingt doch nach einer tollen Idee, oder?
Die Ruster Autofahrer sind gespalten in ihrer Meinung. Einige finden das „E“-Kürzel einfach nicht passend und sehnen sich nach etwas Eigenem, das ihre Heimat besser repräsentiert. Bisher gab es zwar zahlreiche Gespräche über die Möglichkeit eines eigenen Kürzels, aber echte Fortschritte sind ausgeblieben. Die FPÖ hat sich inzwischen auch zu Wort gemeldet und Anfragen zur Realisierbarkeit eines „RU“-Kennzeichens gestellt. Christian Ries, der Klubobmann der FPÖ, hält den Wunsch für unrealistisch und fordert eine Bürgerbefragung zu den anfallenden Kosten.
Die Herausforderungen bei der Umsetzung
Bürgermeister Stagl ist optimistisch, sieht jedoch auch die zahlreichen Fragen, die noch offen sind – insbesondere die zu den Kosten. Das Verkehrsministerium hat klargestellt, dass eine Außenstelle mit Zulassungskompetenz des Innenministeriums in Rust nötig wäre, um ein eigenes Kürzel zu ermöglichen. Doch das Innenministerium hat aus wirtschaftlichen Gründen keine Pläne, eine solche Außenstelle zu errichten. So wird es wohl vorerst beim Kfz-Kürzel „E“ bleiben, auch wenn der Traum von „RU“ die Gemüter beschäftigt.
Für all jene, die sich ein Wunschkennzeichen zulegen möchten – sei es nun mit „E“ oder dem ersehnten „RU“ – gibt es ein paar wichtige Details zu beachten. Die Gebühren für Wunschkennzeichen betragen 10,20 Euro, und wer eine Reservierung vornehmen möchte, muss zusätzlich 2,60 Euro zahlen. Das ist nicht gerade ein Schnäppchen, vor allem wenn man bedenkt, dass die Gebühren auch anfallen, wenn das gewünschte Kennzeichen nicht verfügbar ist.
Kosten und Verfahren für Wunschkennzeichen
Die Verfügbarkeit eines bestimmten Kennzeichens muss übrigens vorab durch eine elektronische Abfrage geprüft werden. Selbst wenn einem die Buchstaben oder Zahlen gefallen, könnte es sein, dass jemand anderes schon die gleiche Idee hatte. Das ist schon fast ein bisschen wie beim Lotto, oder? Man kann die Kombinationen online oder direkt bei der Zulassungsstelle reservieren, wobei die Kosten bundesweit einheitlich bei etwa 12,80 Euro liegen. Das ist der Preis, den man für ein bisschen Individualität zahlen muss – und die Vielfalt der Möglichkeiten ist da, um die eigene Persönlichkeit auf der Straße zum Ausdruck zu bringen.
In Rust könnte die Diskussion um ein eigenes Kürzel noch spannend bleiben. Die Frage ist nicht nur, ob es machbar ist, sondern auch, was die Bürger letztlich davon halten. Und vielleicht wird der Traum von „RU“ eines Tages doch noch wahr. Für den Moment bleibt den Ruster Autofahrern nichts anderes übrig, als sich mit dem „E“ abzufinden – zumindest bis es die nächste Runde der Diskussion gibt. Und wer weiß, vielleicht wird eines Tages ein Weg gefunden, um das eigene Kennzeichen tatsächlich umzusetzen. Man kann ja nie wissen!