Am 23. April fand im Europa-Park Erlebnis-Resort in Rust der Girls’ & Boys’ Day statt, ein Event, das sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 richtet. Insgesamt zwölf Mädchen und Jungen nahmen an dieser spannenden Veranstaltung teil, die darauf abzielt, den Teilnehmenden verschiedene Berufe näherzubringen und Einblicke in untypische Tätigkeiten für ihr Geschlecht zu ermöglichen. Der Europa-Park unterstützt dieses Projekt bereits seit vielen Jahren und bietet Jugendlichen die Gelegenheit, neue Berufsfelder zu erkunden.
Während des Girls’ & Boys’ Days konnten die Teilnehmenden in diverse Berufsbilder hineinschnuppern. In diesem Jahr standen die Bereiche Gärtnerei, Dekoration, Malerei, Veranstaltungstechnik, Lager und Sanitätsdienst auf dem Programm. Der Tag fördert die Berufsorientierung ohne Geschlechterklischees und zeigt die vielfältigen Ausbildungs- und Tätigkeitsfelder des Unternehmens. Es ist eine Gelegenheit für die Jugendlichen, ihre Interessen zu entdecken und möglicherweise den Grundstein für ihre berufliche Zukunft zu legen. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sich in einem ausführlichen Bericht auf RegioTrends.
Berufsorientierung ohne Klischees
Die Bedeutung von Events wie dem Girls’ & Boys’ Day wird durch die anhaltende Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt unterstrichen. In Deutschland wird die Stellung einer Person stark durch ihren Beruf definiert. Viele junge Frauen und Männer wählen nach wie vor aus einem engen Spektrum geschlechtstypischer Berufe. Während Frauen häufig in den Bereichen Dienstleistung, Erziehung und Pflege tätig sind, finden sich Männer überwiegend in technischen und handwerklichen Berufen. Diese geschlechtsspezifischen Präferenzen sind seit den 1970er Jahren dokumentiert und zeigen, dass sich in der geschlechtsspezifischen Berufswahl seit über 40 Jahren wenig verändert hat.
Ein Blick auf die beliebtesten Ausbildungsberufe zeigt ebenfalls diese Tendenzen: Bei den Mädchen waren im Jahr 2021 Berufe wie Kauffrau für Büromanagement, Medizinische Fachangestellte und Zahnmedizinische Fachangestellte besonders gefragt. Jungen hingegen entschieden sich häufig für Berufe wie Kraftfahrzeugmechatroniker oder Fachinformatiker. Diese Statistiken verdeutlichen die Notwendigkeit, durch gezielte Aufklärung und Veranstaltungen wie den Girls’ & Boys’ Day, die Berufsorientierung zu fördern und die Jugendlichen zu ermutigen, auch untypische Berufe für ihr Geschlecht zu erkunden. Weitere Informationen dazu finden Sie auf dem Gleichstellungsportal.
Ein Blick in die Zukunft
Die Durchführung solcher Veranstaltungen ist ein wichtiger Schritt, um die Geschlechtersegregation im Berufsleben zu verringern. Die Teilnehmenden des Girls’ & Boys’ Days im Europa-Park haben die Möglichkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen und sich für eine breitere Palette von Berufen zu interessieren. Dies könnte langfristig dazu beitragen, dass die Berufswahl junger Menschen weniger durch Geschlechterklischees geprägt ist und mehr Vielfalt in die Berufswelt Einzug hält.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Girls’ & Boys’ Day im Europa-Park nicht nur eine informative Veranstaltung war, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer geschlechtergerechten Berufsorientierung, die den Jugendlichen die Tür zu neuen Möglichkeiten öffnet.