In Ollersdorf sorgt ein Streit um ein altes Feuerwehrauto für Aufregung. Ortsfeuerwehrkommandant Harald Holemar betont, dass es ihm nur um das 34 Jahre alte TLFA 2000 Steyr 12 S23 4×4 geht. Der ÖVP-Bürgermeister Bernd Strobl verdächtigt die oppositionelle SPÖ, was von Vizebürgermeisterin Tanja Illedits als „Blödsinn“ zurückgewiesen wird.
Vor einem Jahr wurde ein TLFA 3000 für etwa 400.000 Euro angeschafft, um das veraltete TLFA 2000 zu ersetzen. Die Finanzierung erfolgte je zu einem Drittel durch die Gemeinde, das Land und die Ortsfeuerwehr. Die „Drittel-Finanzierung“ ist zwar nicht gesetzlich geregelt, aber landesweit gängige Praxis.
Die Diskussion dreht sich darum, ob das alte TLFA 2000 für 8.000 Euro an den Rotary Club verkauft und als Spende in die Ukraine geschickt werden soll. Das Feuerwehrkommando möchte es behalten, da es noch voll funktionsfähig ist. Der Bürgermeister argumentiert jedoch, dass das neue Fahrzeug angeschafft wurde, um das alte zu ersetzen.
In Bezug auf Reparaturkosten und den technischen Zustand des Fahrzeugs herrscht Uneinigkeit zwischen dem Bürgermeister und dem Feuerwehrkommando. Die Feuerwehr bietet sogar an, Reparaturen und Betriebskosten zu übernehmen, um die Gemeinde finanziell zu entlasten.
Die Eigentumsfrage des TLFA 2000 wird ebenfalls diskutiert, wobei der Bürgermeister und der Kommandant unterschiedliche Ansichten haben. Letztendlich liegt die Entscheidung bei der Gemeinde, die das Fahrzeug laut Land auch veräußern kann, da sie der wirtschaftliche Eigentümer ist.
Diese Auseinandersetzung spiegelt die Herausforderungen wider, vor denen einige Feuerwehren stehen, wenn es um die Erneuerung und den Umgang mit alten Einsatzfahrzeugen geht. Es bleibt abzuwarten, wie die Situation gelöst wird.
Quelle: kurier.at