In Innsbruck wird Kunst ganz neu gedacht! Der Gestaltungswettbewerb „Create your City“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, triste Flächen in bunte Kunstwerke zu verwandeln. An verschiedenen Standorten in der Stadt, wie dem Löwenhaus, dem Kranebeach und Sillzwickel, konnten Bürger:innen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Über die städtische Beteiligungsplattform mitgestalten.innsbruck.gv.at hatten alle die Möglichkeit, ihre Entwürfe hochzuladen und so aktiv an der Stadtgestaltung teilzunehmen. Insgesamt wurden 38 spannende Gestaltungsideen eingereicht!
Ein echtes Highlight war die Abstimmung am Kranebeach, wo rund 960 Stimmen von 516 Personen abgegeben wurden. Bürgermeister Johannes Anzengruber unterstrich während der Veranstaltung die Wichtigkeit der partizipativen Stadtgestaltung. Er betonte, wie wertvoll es ist, wenn die Bürger:innen in die Entwicklung ihrer Stadt einbezogen werden. Andrea Kreisl, die Projektleiterin, sprach von einer positiven Bilanz und freute sich besonders über die rege Beteiligung von Frauen und jungen Menschen. Die Jury, bestehend aus Fachleuten für Streetart und Stadtbildverschönerung, bewertete die Entwürfe nach künstlerischer Qualität und Bezug zum jeweiligen Standort.
Einblicke in die Bürger:innenbeteiligung
Das Bedürfnis nach Bürger:innenbeteiligung wächst in Innsbruck stetig. Die Stadt fördert aktiv die Mitsprache und Mitgestaltung der Bevölkerung in der Demokratie. Das Referat für Bürger:innenbeteiligung und partizipative Stadtgestaltung spielt dabei eine zentrale Rolle. Hier wird darauf geachtet, dass unterschiedliche Meinungen gehört werden und gemeinsam Lösungen gefunden werden können. Das Ziel ist klar: Ein integratives Modell zu schaffen, das die Bevölkerung in Stadtentwicklungsprojekte einbindet.
Die digitalen Möglichkeiten sind schier grenzenlos – über die Plattform mitgestalten.innsbruck.gv.at können Ideen eingereicht werden, die, sofern sie genug Unterstützung finden, weiterverarbeitet werden. Auch spezielle Formate wie Bürger:innen-Räte bringen die Stimme der Bürger:innen direkt in wichtige Zukunftsfragen ein. Dabei handelt es sich um zufällig ausgewählte Bürger:innen, die in einem Stadtforum die Ergebnisse ihrer Beratungen präsentieren. Ein spannender Prozess, der die Demokratie lebendig macht!
Innovative Ansätze für die Stadtentwicklung
Ein besonders innovativer Ansatz zur Bürgerbeteiligung kommt aus Magdeburg: Das Projekt PARTI-VR, das vom Fraunhofer IFF in Zusammenarbeit mit der Stadt entwickelt wird. Hierbei werden Virtual-Reality-Technologien mit analogen Formaten kombiniert. Bürger:innen können ihre Ideen zur Gestaltung städtischer Räume äußern, unabhängig von ihrem Alter oder ihrer digitalen Affinität. Es entsteht ein Planungsbaukasten für verschiedene Bauvorhaben, in dem Vorschläge in einen digitalen 3D-Raum übertragen werden. Ein Konzept, das vielleicht auch für Innsbruck spannend wäre.
Die Preisverleihung des Wettbewerbs „Create your City“ war ein voller Erfolg und endete mit einem „Gallery Walk“, bei dem die Entwürfe besichtigt und über die Zukunft der Stadtgestaltung diskutiert werden konnte. Die Fotos von der Preisverleihung werden am 20. Mai um 19 Uhr veröffentlicht. Es bleibt abzuwarten, ob die Stadt die positive Bilanz des Projekts aufgreift und in Zukunft weitere kreative Formate zur Bürger:innenbeteiligung plant. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre die Fortführung des Wettbewerbs im Jahr 2027 – das wäre doch ein Grund zur Freude!
Wer mehr über die spannenden Entwicklungen in Innsbruck erfahren möchte, findet weitere Informationen in der Pressemitteilung der Stadt Innsbruck. Man darf gespannt sein, wie die Stadt sich weiterentwickelt und welche bunten Akzente in Zukunft gesetzt werden!