Heute ist der 3.10.2026 und wir haben eine wahre Erfolgsgeschichte aus Groß St. Florian zu berichten. Nach einem Aufruf in der Kleinen Zeitung haben sich 1200 Legehennen auf den Weg in ein neues, besseres Leben gemacht. Ursprünglich sollten nur 200 Hennen vom Schwoagerhof vermittelt werden, doch die Nachfrage war so groß, dass die Zahl sprunghaft anstieg. Tierschützerin Angelika Höller-Schmitt und ihr Team haben alles gegeben, um diesen flügge gewordenen Hennen ein Zuhause zu finden.

Die Hennen sind etwa eineinhalb Jahre alt und bringen noch etwa 80% ihrer ursprünglichen Legeleistung mit. Menschen aus Graz, Voitsberg und Kärnten sind angereist, um einige dieser Tiere zu adoptieren. Unter ihnen auch der zwölfjährige Jakob Jungwirth aus Graz. Er half nicht nur bei der Vermittlung, sondern war auch bei der Lieferung der Hennen dabei. „Es war einer der schönsten Tage meines Lebens, Lebewesen gerettet zu haben“, schwärmte der Junge – und man kann sich vorstellen, wie stolz er war.

Auflagen für die Hühnerhaltung

Doch was passiert nun mit diesen Hennen? In Österreich gibt es strikte Vorgaben für die Haltung von Legehennen, die zu Erwerbszwecken gehalten werden. Die Haltungseinrichtungen müssen vielfältige Anforderungen erfüllen. Dazu gehört unter anderem, dass die Hennen artgerecht gefüttert und getränkt werden, dass sie Platz zum Ruhen und Staubbaden haben und dass sie jederzeit Zugang zu Nistkästen haben. Beleuchtung muss so gestaltet sein, dass die Tiere sich erkennen können und auch vom Pflegepersonal gut eingesehen werden. Dies sind nur einige der vielen Vorschriften, die sicherstellen, dass es den Hennen gut geht.

Ein wichtiger Punkt ist auch die Fläche, die jeder Henne zur Verfügung stehen muss. Mindestens 2,5 Quadratmeter pro Tier sind gesetzlich vorgeschrieben. Und wenn man bedenkt, dass maximal 6.000 Hennen ohne räumliche Trennung gehalten werden dürfen, ist es entscheidend, dass alles gut organisiert und durchdacht ist. Das Wohl der Tiere steht an oberster Stelle, und Halter müssen sicherstellen, dass die Hennen jederzeit Zugang zu frischem Wasser haben.

Ein Blick auf den Tierschutz

Der Tierschutz hat in der Landwirtschaft einen hohen Stellenwert. In Deutschland beispielsweise ist Tierschutz im Grundgesetz verankert, und die Vorschriften werden kontinuierlich weiterentwickelt. Ab 2026 wird auch in Deutschland die Kleingruppenhaltung in Käfigen verboten, was ein weiterer Schritt in Richtung artgerechter Tierhaltung ist. Hierzulande müssen wir uns vielleicht auch an diesen Standards orientieren, um den Hennen ein würdiges Leben zu ermöglichen.

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Weltweit gibt es immer noch viele Herausforderungen im Bereich der Nutztierhaltung. Das Töten männlicher Eintagsküken ist in Deutschland seit 2022 verboten – ein Fortschritt, den andere Länder noch anstreben müssen. In Österreich stehen wir ebenfalls vor der Aufgabe, die Haltungsbedingungen weiter zu verbessern und den Tierschutz zu stärken. Das Beispiel der 1200 Hennen aus Groß St. Florian zeigt, wie viel bewegt werden kann, wenn Menschen zusammenkommen und sich für das Wohl der Tiere einsetzen.

Die Freude über die geretteten Hennen in Groß St. Florian ist überwältigend und zeigt, dass jeder Einzelne einen Unterschied machen kann. Angelika Höller-Schmitt und ihr Team haben einen tollen Job gemacht, und die glücklichen Hennen werden in ihren neuen Zuhause bestimmt ein besseres Leben führen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Initiativen Schule machen und wir weiterhin für die Rechte der Tiere eintreten.