Die Donau trägt derzeit die Last ungewöhnlich niedriger Wasserstände, was zu massiven Herausforderungen für die Schifffahrt und die Stromerzeugung führt. An den Pegelstellen Wildungsmauer und Kienstock ist der Wasserstand laut Viadonau nur knapp unter dem Regulierungsniedrigwasser. Diese Situation hat dazu geführt, dass Sandbänke sichtbar aus dem Fluss „wachsen“, was die Navigation erheblich erschwert, wie orf.at berichtet.

Die Wasserstraßen-Gesellschaft sorgt mit einem „proaktiven Wasserstraßenmanagement“, das Baggerungen in seichten Bereichen beinhaltet, dafür, dass die Donau so befahrbar wie möglich bleibt. Laut Unternehmenssprecherin Uta Hauft sind jedoch die Aussichten auf eine signifikante Besserung durch Niederschläge am kommenden Wochenende begrenzt. Auch die schmelzenden Schneemengen im heurigen Jahr sind laut Einschätzungen geringer als erwartet, was zusätzlich Probleme für die Wasserführung zur Folge hat.

Stromerzeugung in Gefahr

Zusätzlich berichtet der Kraftwerksbetreiber Verbund von einem besorgniserregend schwachen Wasserdurchfluss, der für die Stromproduktion entscheidend ist. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Stromerzeugung im Februar nur bei 88 Prozent des langjährigen Durchschnitts, und im März sind keine deutlichen Anstiege der Pegelstände in Sicht. Um diese kritische Phase zu nutzen, plant der Verbund, Revisionsarbeiten an den Turbinen durchzuführen, um sich auf die bevorstehenden Herausforderungen vorzubereiten, so der Sprecher Florian Seidl. Die Situation bleibt also angespannt und fordert sowohl die Schifffahrts- als auch die Energiebranche heraus, wie auch ooe.orf.at meldet.

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