Heute, am 13. Mai 2026, wurde in Klagenfurt ein ganz besonderer Anlass gefeiert. Die SPÖ Klagenfurt ehrte zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten für ihren bemerkenswerten Einsatz und ihre Vorbildwirkung. Oleksandra Bratko und Ibrahim Rasool wurden für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet, und die Atmosphäre war voller Stolz und Anerkennung. Vizebürgermeister Ronald Rabitsch und Stadträtin Constance Mochar gratulierten den beiden und würdigten ihr Engagement in der Gesellschaft.
Oleksandra Bratko, eine beeindruckende Frau aus der Ukraine, hat sich nicht nur durch ihre Sprachkenntnisse hervorgetan, sondern auch durch ihre inspirierende Geschichte. Sie wurde zur Bundessiegerin von „Sag’s Multi 2026“ gekürt und spricht insgesamt sechs Sprachen. Dreie von ihnen hat sie sogar in den letzten drei Jahren gelernt! Ihre Lernbereitschaft und Offenheit werden als beispielhaft hervorgehoben. Man kann sagen, sie ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie viel man erreichen kann, wenn man sich anstrengt und bereit ist, dazuzulernen.
Ein Vorbild für viele
Auf der anderen Seite steht Ibrahim Rasool, ein gebürtiger Afghane, der mit seinem ehrenamtlichen Einsatz und seiner Hilfsbereitschaft das Herz vieler Menschen berührt hat. Er erhielt den Ute-Bock-Preis 2026 und wird als jemand beschrieben, der Verantwortung übernimmt, ohne dass man ihm darum bitten muss. Das zeigt, dass Engagement keine Grenzen kennt und unabhängig von der Herkunft ist – ein wichtiges Signal in Zeiten, in denen wir mehr denn je Zusammenhalt brauchen.
Beide Politiker, die an der Ehrung teilnahmen, betonten die Bedeutung des Engagements in unserer Gesellschaft. Das Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund ist besonders wertvoll, da sie oft über Fähigkeiten und Kompetenzen verfügen, die sie durch eigene oder elterliche Wanderungserfahrungen erworben haben – und das ist nicht zu unterschätzen! Sie bringen oft Sprach- und interkulturelle Kompetenzen mit, die für unsere Gemeinschaft von enormer Bedeutung sind.
Bürokratie und kleine Betriebe
Doch nicht alles war nur Freude und Jubel. Die Diskussion über Bürokratiebelastungen für kleine Betriebe und Ein-Personen-Unternehmen (EPU) schwebte ebenfalls im Raum. Es ist ein Thema, das viele Menschen betrifft, insbesondere in einer Zeit, in der wirtschaftliche Unsicherheiten an der Tagesordnung sind. Die Herausforderungen, die sich aus bürokratischen Hürden ergeben, können ein echtes Hemmnis für das Engagement und die Integration darstellen.
Insgesamt zeigt die Ehrung von Bratko und Rasool, dass Integration und gesellschaftliches Engagement Hand in Hand gehen können. Es ist eine Erinnerung daran, dass jeder Einzelne – egal woher er kommt – einen wertvollen Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten kann. Ein Aufruf an alle, sich weiter zu engagieren, und vielleicht auch die eigene Komfortzone zu verlassen.
Für weitere Informationen über Migration, Engagement und Integration, kann die Bürgergesellschaft als wertvolle Quelle dienen. Dort wird auch erklärt, was einen Migrationshintergrund ausmacht und welche Herausforderungen damit verbunden sind. Es ist ein Thema, das uns alle betrifft und das wir nicht aus den Augen verlieren sollten.