Am 2. Mai 2025 wird ein bedeutender Gedenkakt zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus stattfinden: Die Enthüllung der Außenlager-Stele am Areal der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Diese Veranstaltung wird vom Mauthausen Memorial in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Inneres organisiert.
Die Stele dient der einheitlichen Kennzeichnung aller ehemaligen Außenlager des KZ-Systems Mauthausen, das von August 1938 bis Mai 1945 als das größte Konzentrationslager in Österreich aktiv war. In dieser Zeit wurden über 190.000 Menschen inhaftiert, davon mindestens 90.000 während der sieben Jahre starben, viele durch die systematische Ausbeutung und die unmenschlichen Bedingungen, die in diesen Lagern herrschten.
Details zur Veranstaltung
Die feierliche Enthüllung findet am 5. Mai 2025 um 17 Uhr vor dem Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte in Mauthausen statt. Die Adresse lautet Erinnerungsstraße 1, 4310 Mauthausen. Alle Medienvertreter sind herzlich eingeladen, es wird jedoch um eine Akkreditierung gebeten. Weitere Informationen hierzu sowie der Link zur Akkreditierung können auf der Webseite des Bundesministeriums für Inneres gefunden werden. Für Rückfragen steht Ministerialrat Markus Haindl zur Verfügung: Telefon: +43 (0) 1-531 26 – 90 1021, E-Mail: markus.haindl@bmi.gv.at.
Das Konzept der Außenlager-Stele
Die Außenlager-Stele ist Teil eines größeren Projekts, das in Zusammenarbeit mit lokalen Gedenkinitiativen und Experten entwickelt wurde. Diese Stele ist über vier Meter hoch, besteht aus dreiseitigen Betonprismen und zeigt die Ortsnamen der Außenlager sowie deren Entfernungen. Die erste Stele wurde bereits am 8. Mai 2023 an der KZ-Gedenkstätte Melk enthüllt. Ziel dieses Projekts ist es, die komplexen Strukturen des KZ-Systems und die Deportationswege der Häftlinge sichtbar zu machen.
Die Mauthausen-Gedenkstätte selbst ist ein zentraler Ort für die Erinnerungskultur in Österreich. Sie stellt die Verbindung aller ehemaligen Lagertypen innerhalb des KZ-Systems dar, das nicht nur für die brutalen Haftbedingungen bekannt war, sondern auch für die systematische Tötung von ideologischen Gegnern und die wirtschaftliche Ausbeutung der Häftlinge. Unzählige Menschen aus ganz Europa wurden hierher verschleppt und litten unter den grausamen Bedingungen.
Die neuen Stelen sind daher nicht nur Mahnmale, sondern auch Teil eines nachhaltigen Engagements zur Erinnerung an die unzähligen Schicksale, die mit diesem Ort verbunden sind. Die Aufarbeitung der Geschichte und die Bewahrung der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus sind zentrale Anliegen, die mit der Enthüllung dieser Stele weitergeführt werden sollen.
Mit dem Gedenken am 5. Mai 2025 wird ein weiterer Schritt in Richtung einer umfassenden Erinnerung an die Gräueltaten des Nationalsozialismus unternommen, um die Opfer nicht zu vergessen und aus der Geschichte zu lernen.