Am 23. April 2026 wurde in Innsbruck ein neuer Stützpunkt des Samariterbundes Tirol in der Anzengruberstraße 20 feierlich eröffnet. Diese Eröffnung war ein bedeutendes Ereignis, das zahlreiche Ehrengäste anlockte, darunter Landeshauptmann-Stellvertreter Philipp Wohlgemuth, Landesrätin Astrid Mair sowie Bürgermeister Johannes Anzengruber und dessen Stellvertreter Georg Willi. Ein besonderer Moment war die Verleihung des Verdienstkreuzes am Rot-Weiß-Roten Band an Vertreter der Politik, was die Wichtigkeit dieser neuen Einrichtung unterstreicht.
Diakon Nikolaus segnete die neuen Räumlichkeiten, die den Rettungsdienst, soziale Angebote und betreubares Wohnen vereinen. Landeshauptmann-Stellvertreter Wohlgemuth betonte die breite Funktion des Standorts, der durch eine Zusammenarbeit zwischen der Stadt Innsbruck und dem Land Tirol realisiert wurde. Für den Gesamtstandort investierte das Land Tirol über 11 Millionen Euro, während der Samariterbund rund 2,3 Millionen Euro in die neue Dienststelle steckte.
Ein Meilenstein nach 23 Jahren Planung
Die Eröffnung markiert einen Meilenstein in der Geschichte des Samariterbundes, der nach 23 Jahren Planung endlich Realität wurde. Der neue Standort erstreckt sich über drei Ebenen und bietet Garagen, Medizinlager, Büroräume sowie Einsatz-, Schulungs- und Aufenthaltsbereiche. Vor Ort steht ein vielseitiger Fuhrpark mit Rettungswagen und Transportfahrzeugen bereit, um den Anforderungen des Rettungsdienstes gerecht zu werden.
Darüber hinaus bietet der Samariterbund auch soziale Angebote wie ambulante Familienbetreuung und Engagement im Pflegeelternwesen an. Im Gebäude entstehen zudem 15 Einheiten für betreubares Wohnen, was die sozialen Dienstleistungen weiter ausbaut. Die Planung und Umsetzung des Projekts begannen bereits 2019 in Kooperation mit der Baugesellschaft BWSG. Am neuen Standort sind nun rund 130 Mitarbeitende aktiv, die eine wichtige Rolle in der Versorgung und Betreuung der Bevölkerung spielen.
Wichtige Rolle im Rettungswesen
In Tirol ist der Samariterbund Teil eines umfassenden Rettungsdienstsystems, das von der Rettungsdienst GmbH des Roten Kreuzes unterstützt wird. Diese Gesellschaft hat zwölf Rotkreuz-Bezirksstellen und einen Landesverband in Tirol als Gesellschafter. Jährlich werden rund 320.000 Patient:innen betreut, und es stehen über 50 Rettungs- sowie 13 Notarztstützpunkte zur Verfügung, um eine schnelle medizinische Versorgung zu gewährleisten. Die Bevölkerung von Tirol, die etwa 750.000 Einwohner:innen zählt und jährlich 45 Millionen Gäste anzieht, profitiert von einem gut ausgebauten Netz an Rettungsdiensten.
Besonders in den entlegenen Gebieten Tirols ergänzt der „First Responder“ des Roten Kreuzes und Samariterbundes die Rettungsdienste. Diese leisten erste medizinische Versorgung bis zum Eintreffen des Notarzt- oder Rettungsdienstteams. Neben der Notfallversorgung übernehmen die Rettungsdienste auch wichtige Aufgaben wie Sicherheit bei Veranstaltungen und Krankentransporte. So wird die neue Einrichtung des Samariterbundes nicht nur ein wichtiger Anlaufpunkt für medizinische Hilfsangebote, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil des sozialen Gefüges in Innsbruck.
Für weitere Informationen über die Dienstleistungen des Samariterbundes und die Rettungsdienste in Tirol, besuchen Sie bitte die offizielle Webseite des Roten Kreuzes Tirol.
Die Eröffnung des neuen Standorts des Samariterbundes in Innsbruck ist somit nicht nur ein Zeichen für Fortschritt in der medizinischen und sozialen Versorgung, sondern auch ein Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und sozialen Institutionen.