In Wels, wo die Fachhochschule einen wichtigen Platz in der Bildungslandschaft einnimmt, hat man sich der Herausforderung gewidmet, den Bedarf an Fachkräften aus den MINT-Fächern zu decken. Der hohe Bedarf an Ingenieuren und Technikern ist in Oberösterreich kein Geheimnis. Um dem entgegenzuwirken, motiviert die Fachhochschule internationale Talente, sich für ein Studium in der Region zu entscheiden. Ein tolles Beispiel dafür ist der kürzlich stattgefundene „Career Talk“ am Campus Wels, der mit 120 Teilnehmern – darunter internationale Studierende, Absolventen und Vertreter der Wirtschaft – ein voller Erfolg war. Es war wirklich spannend, die verschiedenen Perspektiven zu hören und zu sehen, wie sich die Studierenden vernetzen.
Eine der Stimmen, die besonders heraussticht, ist die von Pariya Kiani. Die Absolventin des Master-Studiengangs „Sustainable Energy Systems“ hebt hervor, wie wichtig Netzwerke und Teamarbeit für den Berufseinstieg sind. Kiani ist nicht nur eine beeindruckende Persönlichkeit, sondern arbeitet auch an einem Forschungsprojekt zum Thema Wasserstoff in Kooperation mit der Hochschule Landshut. Das zeigt, wie praxisnah und zukunftsorientiert die Studiengänge an der FH Wels gestaltet sind.
Von internationalen Talenten und interkultureller Kompetenz
Ein weiteres inspirierendes Beispiel ist Seifeldien Hussein, der als Absolvent des Master-Studiums „Automotive Mechatronics & Management“ seine Arabisch-Kenntnisse in der oberösterreichischen Industrie einsetzt. Als Technical Sales Engineer bei Rosenbauer, einem renommierten Feuerwehrtechnik-Konzern, zeigt er eindrucksvoll, wie interkulturelle Kompetenz in der exportorientierten Wirtschaft eine Schlüsselrolle spielt. Professor Michael Rabl von der FH Wels betont ebenfalls, dass sowohl fachliches Know-how als auch interkulturelle Fähigkeiten zunehmend gefragt sind. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bietet die Fachhochschule Unterstützung für internationale Studierende, angefangen bei Deutschkursen bis hin zur Praktikumsvermittlung und Themen für Abschlussarbeiten.
Das Engagement der FH Wels geht über die Landesgrenzen hinaus. Im Rahmen des Forschungsprojekts „InterMINT“, das bis Juli 2024 läuft, wird die Studienerfolg von internationalen Studierenden in MINT-Fächern in Deutschland untersucht. Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (BMBF) gefördert und hat sich zum Ziel gesetzt, die Determinanten des Studienerfolgs zu analysieren. Es wird spannend sein zu sehen, welche Erkenntnisse dabei gewonnen werden, insbesondere, da internationale Studierende oft mit höheren Abbruchquoten in MINT-Studiengängen konfrontiert sind.
Die Forschung befasst sich auch mit Fragen wie dem Einfluss von Mentoren-Programmen auf den Studienerfolg und den Unterschieden zwischen Frauen und Männern in diesen Studiengängen. Solche Analysen könnten wertvolle Hinweise für die Gestaltung von Studienangeboten liefern, die sich speziell an die Bedürfnisse internationaler Studierender richten. Ansprechpartner wie Dr. Susanne Falk und Dr. Julia Zimmermann stehen bereit, um die Ergebnisse in die Praxis zu übertragen.
Die Fachhochschule Wels und ihre Partner zeigen, dass Bildung und Wirtschaft Hand in Hand gehen können. Der Fokus auf Aktivitäten wie „Ready4Upper Austria“ wird sicher dazu beitragen, die Region als attraktiven Standort für Studierende und Unternehmen zu positionieren. Hier tut sich einiges, und es bleibt spannend, wie sich diese Entwicklungen in den kommenden Jahren gestalten werden. Wer weiß, vielleicht sind die nächsten MINT-Talente schon jetzt im Publikum des „Career Talk“ zu finden!
Für weitere Informationen über die Aktivitäten und Veranstaltungen an der FH Wels besuchen Sie bitte die Website von Tips.