Feldkirch und Buchs: Wiedervereinte Gleise für ein grenzüberschreitendes Reisevergnügen
Heute ist der 13.10.2026 und in Feldkirch gibt es Grund zur Freude! Die Bahnverbindung zwischen Feldkirch in Österreich und Buchs in der Schweiz ist wieder in Betrieb. Nach einer viermonatigen Totalsperre, die für viele Passagiere mit Umwegen und verlängerten Reisezeiten verbunden war, rollt der Zugverkehr nun wieder. Die Strecke, die sich über rund 18 Kilometer erstreckt, war in der Zwischenzeit einem umfassenden Erneuerungsprozess unterzogen worden.
Mit einer Investition von 123 Millionen Euro (das sind ungefähr 114 Millionen Franken) wurde nicht nur die Gleisanlage erneuert, sondern auch die gesamte Infrastruktur verbessert. Neue Oberleitungsanlagen, modernste Leit- und Sicherungstechnik sowie die Sanierung mehrerer Brücken und Tragwerke standen auf der To-Do-Liste. Das alles soll nicht nur die Sicherheit, sondern auch den Komfort für die Fahrgäste erhöhen. Ein neuer, barrierefreier Bahnhof in Nendeln, Liechtenstein, ist ebenfalls in Betrieb genommen worden. Das ist doch eine tolle Nachricht für Reisende mit eingeschränkter Mobilität!
Neue Haltestellen und geplante Erneuerungen
Aber nicht nur das – die Haltestelle Feldkirch-Tosters wird am 14. Dezember eröffnet, was die Anbindung weiter verbessert. In Zukunft dürfen wir uns auch auf Erneuerungen der Haltestellen Feldkirch-Altenstadt und Feldkirch-Gisingen freuen, die voraussichtlich bis 2030 abgeschlossen sein sollen. Das sind Entwicklungen, die sowohl Pendler als auch Touristen freuen dürften!
Während der Totalsperre war ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden. Das bedeutete für viele Passagiere, dass sie sich auf verlängerte Reisezeiten und abweichende Haltepunkte einstellen mussten. Fernzüge nach Wien und Budapest hielten vorübergehend am Bahnhof St. Gallen, was die Reisenden in der Region auch mit neuen Möglichkeiten überraschte.
Ein Blick über die Grenze: Der Infraplan 2026
Parallel zu diesen Erneuerungen in Österreich gibt es auch auf deutscher Seite Bewegung im Schienenverkehr. Die Bundesregierung hat am Dienstag den Infraplan 2026 in Berlin vorgestellt, ein umfassendes Konzept zur Modernisierung der Schieneninfrastruktur in Deutschland. Es umfasst Maßnahmen zur Entwicklung des Schienennetzes bis 2030. Ulrich Lange, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, betont, wie wichtig die Zuverlässigkeit der Bahn ist. Dieses Konzept könnte auch Impulse für die österreichische Infrastruktur geben.
Der Infraplan sieht unter anderem Neu- und Ausbaumaßnahmen, Elektrifizierungen und Korridorsanierungen vor. Die Ziele und Prioritäten werden von der DB InfraGO umgesetzt, wobei mehr Transparenz über den Fortschritt angestrebt wird. Auch wenn dieser Plan keine konkreten Finanzierungspläne enthält, ist es klar, dass die Schieneninfrastruktur in den nächsten Jahren viel Aufmerksamkeit erhalten wird.
Ein gemeinsames Ziel: Verbesserte Mobilität
Beide Länder scheinen sich also dem gleichen Ziel zu verschreiben: einer verlässlichen und modernen Schieneninfrastruktur. Das österreichische Vorbild könnte hier durchaus als Inspiration dienen. So wird die Verbindung zwischen Feldkirch und Buchs nicht nur als lokal wichtig erachtet, sondern könnte auch Teil eines größeren, grenzüberschreitenden Mobilitätskonzepts werden.
In jedem Fall ist die Wiederinbetriebnahme der Bahnverbindung ein Schritt in die richtige Richtung. Die Reisenden können sich auf kürzere Wege und mehr Komfort freuen. Und vielleicht wird das Reisen mit der Bahn schon bald noch attraktiver, nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland.
