Im Millenniumssaal des NÖ Landhauses in Sankt Pölten wurde ein ganz besonderer Moment gefeiert. Ferdinand O. Fischer, ein Name, der in der Harley-Davidson-Community und darüber hinaus für Pioniergeist und sozialen Einsatz steht, wurde mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) überreichte die Ehrung und würdigte Fischers außergewöhnliches Engagement für die Gemeinschaft und seine unternehmerischen Erfolge. Fischer ist nicht nur als Unternehmer bekannt, sondern auch als Gründer der Harley-Davidson-Charity-Tour, die seit ihrer Gründung im Jahr 1996 fast sieben Millionen Euro für muskelkranke Kinder und Familien in Not gesammelt hat. Ein beeindruckender Beitrag, der zeigt, wie wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen können.
Die Veranstaltung war nicht nur eine offizielle Zeremonie, sondern auch ein herzlicher Moment voller Emotionen. Harry Prünster, Musiker und Moderator, hielt die Laudatio und bezeichnete den Geehrten als „Harley-Papst“. Fischer selbst beschrieb die Auszeichnung als „Labsal für die Seele“ – ein schöner Ausdruck für die Freude und Dankbarkeit, die er in diesem Augenblick empfand. Mit einem charmanten Lächeln betonte er die Bedeutung, nicht nur Luxus zu verkaufen, sondern auch etwas zurückzugeben. Das spürten auch die Gäste der Veranstaltung, die sich von der positiven Energie anstecken ließen.
Ein Leben für die Gemeinschaft
Fischer hat mit dem H.O.G Wien Chapter eine der größten Harley-Communities Europas aufgebaut. Das zeigt, wie sehr ihm die Gemeinschaft am Herzen liegt. Es ist nicht nur eine Gruppe von Motorradfahrern, sondern eine Familie, die sich gegenseitig unterstützt und zusammen hält. Diese Gemeinschaft ist ein lebendiges Beispiel für Fischers Unternehmergeist und seinen Gemeinschaftssinn.
Musikalisch wurde die Zeremonie vom Chor „Die Kantorei Oberschützen“ begleitet, in dem auch Fischer aktiv ist. Der Moment, als er gemeinsam mit dem Chor das Lied „Hallelujah“ von Georg Friedrich Händel sang, war für viele Anwesende ein bewegender Höhepunkt. Auch der Schauspieler Felix Kurmayer trug mit einer Lesung des Gedichts „Stufen“ von Hermann Hesse zur festlichen Atmosphäre bei. Es war ein Abend, der sowohl für Fischer als auch für seine Gäste unvergesslich bleiben wird.
Gesellschaft im Wandel
Fischers Engagement ist nicht nur ein individuelles Beispiel, sondern steht auch im Kontext größerer gesellschaftlicher Veränderungen. Die Gesellschaft sieht sich derzeit Umbrüchen und Herausforderungen gegenüber, die durch die Digitalisierung, demographische Veränderungen und die Klimakrise geprägt sind. In Zeiten wie diesen ist gesellschaftliches Unternehmertum gefragter denn je. Soziale Unternehmer:innen wie Fischer suchen nach innovativen Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit und setzen sich dafür ein, den gesellschaftlichen Nutzen zu maximieren.
Die Studie „Sozialunternehmertum – Transformationskraft für eine sozial-solidarische Wirtschaft“, die 2020 veröffentlicht wurde, unterstreicht die Bedeutung von sozialem Unternehmertum. Sie zeigt auf, wie wichtig es ist, nicht nur an den eigenen finanziellen Vorteil zu denken, sondern auch an die Gemeinschaft. Dies ist ein Gedanke, den auch Fischer verkörpert – und das macht seine Auszeichnung umso wertvoller. Es ist eine Erinnerung daran, dass wir alle einen Beitrag leisten können, um die Welt ein kleines Stück besser zu machen.