Im herbstlichen Mühlviertel ist die erste Klappe für den Independent-Spielfilm „Stille Beichte“ gefallen. In und rund um Freistadt haben damit die Dreharbeiten zu einer Tragikomödie begonnen, die in einer vermeintlich idyllischen Dorfgemeinschaft spielt. Hinter der Kamera steht der Freistädter Regisseur Thomas Siegl.

Ganz so friedlich, wie die Dorfkulisse zunächst wirkt, bleibt es allerdings nicht. Der Film erzählt von moralischen Grenzen, Schuld und existenziellen Nöten. Im Mittelpunkt steht Bernd, ein einsamer und hochverschuldeter Bestatter, dessen Leben zunehmend außer Kontrolle gerät.

Ein Bestatter, sein Gewissen und ein Fotograf

Harald Pilz-Kathofer übernimmt die Hauptrolle des Bernd. Florian Fürst spielt Klaus, der als moralisches Gewissen der Hauptfigur angelegt ist. Zum zentralen Trio gehört außerdem der Pressefotograf und Schauspieler Albert Mikovits aus Feldkirchen an der Donau.

Nach dem Drehstart zeigte sich das Team mit dem Auftakt und der Zusammenarbeit am Set zufrieden. Zwischen herbstlicher Landschaft, Dorfatmosphäre und den eher schweren Fragen des Films dürfte dabei auch einiges an Spannung in der Luft gelegen sein.

Filmförderung mit Blick auf die österreichische Filmkultur

Für Filmvorhaben und die Auseinandersetzung mit österreichischer Filmkultur gibt es auch auf Bundesebene eigene Förderangebote. Das Elisabeth Büttner-Projektstipendium für Filmkultur richtet sich an Kurator:innen, Archivar:innen, Programmer:innen, Wissenschafter:innen sowie Vermittler:innen im Film- und Kinobereich.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Gefördert werden Arbeitsvorhaben in den Bereichen Film Preservation, Film Heritage, Film Programming und Curatorship. Voraussetzung ist, dass die Projekte einen Beitrag zur österreichischen Filmkultur leisten und sich fundiert mit österreichischer Filmgeschichte und Filmtheorien auseinandersetzen. Erwünscht ist außerdem eine Ausrichtung auf die Revision bestehender Bilder. Die Vorhaben können im In- oder Ausland stattfinden; Kooperationen mit Archiven, Kinos oder Filmfestivals sind möglich. Künstlerische Forschungsprojekte werden ausdrücklich begrüßt.

Das Stipendium erinnert an die Filmwissenschafterin Elisabeth Büttner (1961–2016). Sie wurde 2007 als erste Professorin für Filmwissenschaft Österreichs an das Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft berufen und prägte die Auseinandersetzung mit Film, dem österreichischen Film und dessen Geschichte maßgeblich.

Jährlich werden bis zu fünf Stipendien vergeben. Der Förderzeitraum beträgt sechs Monate. Im Inland werden 1.500 Euro pro Monat ausbezahlt, im Ausland 2.000 Euro. Alleinerziehende können zusätzlich einen Alleinerzieher:innenbonus und/oder Kinderbetreuungsbonus beantragen. Die Vergabe erfolgt durch eine Jury.

Der aktuelle Antragszeitraum läuft vom 1. September bis 31. Oktober 2026. Informationen zu den erforderlichen Einreichungsunterlagen werden nach Veröffentlichung unter „Ausschreibungen“ bereitgestellt.