Am 2. April 2025 warnt der österreichische Zoll eindringlich vor der Gefahr von Arzneimittelfälschungen. Im Jahr 2024 beschlagnahmte er insgesamt 378.109 gefälschte und illegale Medikamente, was einen Rückgang von über 50 Prozent im Vergleich zu 801.863 Präparaten im Jahr 2023 darstellt, wie OTS berichtet.

Alexander Herzog, Generalsekretär der PHARMIG, hebt hervor, dass der illegale Handel mit Arzneimitteln erhebliche Gefahren birgt. Europol veröffentlichte zudem im Januar 2025 die Ergebnisse der Operation Shield V, bei der falsche Arzneimittel im Wert von 11,1 Millionen Euro in 30 Ländern sichergestellt wurden.

Gesundheitsrisiken durch gefälschte Medikamente

Gefälschte Medikamente sind häufig von minderer Qualität und können schädliche Substanzen enthalten oder falsch dosiert sein. Die Einnahme solcher Mittel kann gravierende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, wie BfArM warnt. Insbesondere die Unterscheidung zwischen Fälschungen in der legalen Lieferkette und solchen aus illegalen Quellen, wie nicht autorisierten Internet-Händlern, ist von großer Bedeutung.

Der beste Schutz vor Gesundheitsrisiken besteht darin, Medikamente über die legale Lieferkette zu beziehen, die Hersteller, Großhandel und Apotheken umfasst. Zwar dürfen rezeptfreie Medikamente online gekauft werden, aber nur bei zertifizierten Internet-Apotheken. Der Verkauf von rezeptpflichtigen Arzneimitteln über das Internet ist strikt verboten.

Häufigste gefälschte Medikamente

In Österreich konzentrieren sich die sichergestellten Produkte hauptsächlich auf vermeintliche Potenzmittel, fruchtbarkeitsfördernde Produkte, Mittel gegen Übelkeit, sowie Schlaf- und Beruhigungsmittel. Der Vertrieb dieser Arzneimittel erfolgt häufig über Online-Portale, die sich als seriöse Lieferanten präsentieren.

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Die Bundesoberbehörden wie das BfArM, das Paul-Ehrlich-Institut und das Bundesamt für Verbraucherschutz sind zentrale Koordinierungsstellen für Arzneimittelrisiken. Ihre Aufgabe besteht unter anderem darin, die Öffentlichkeit über Fälschungsfälle und entsprechende Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zu informieren und diese Informationen an europäische Behörden weiterzugeben, um umfassende Sicherheitsmaßnahmen zu gewährleisten.

Schließlich bekräftigt die PHARMIG, die Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie mit ca. 120 Mitgliedern, dass die Sicherheit der Patienten an erster Stelle steht. Verbraucher werden ermutigt, beim Online-Kauf von Arzneimitteln besonders vorsichtig zu sein und nur auf legale, zugelassene Apotheken zurückzugreifen, die den Vorschriften des Arzneimittelgesetzes entsprechen.

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