Heute ist der 24.09.2026, und die Musikszene hat einen ihrer schillerndsten Stars verloren. Gary „Angry“ Anderson, der legendäre Sänger der australischen Hardrock-Band Rose Tattoo, ist am 21. September im Alter von 79 Jahren nach einem Herzstillstand verstorben. Ein Verlust, der nicht nur bei seinen Fans, sondern auch in der gesamten Rock-Community für Trauer sorgt. Anderson, geboren am 5. August 1947 in Melbourne, war geprägt von der rauen Umgebung des Arbeiterviertels Coburg, wo er seine ersten Schritte in der Musik machte.

Sein Weg begann als Schlosser und Dreher, bevor er 1975 als Sänger bei Buster Brown durchstartete. 1976 wechselte er zu Rose Tattoo, wo er Tony Lake ersetzte. Die Band, die ursprünglich als Bluesband gegründet wurde, erlangte schnell Berühmtheit – nicht zuletzt durch ihren einzigartigen Sound, der durch Andersons kraftvollen Gesang und die Slide-Gitarre von Pete Wells geprägt war. Ihr Debütalbum erschien 1978 und brachte Hits hervor, die bis heute in Erinnerung bleiben.

Ein Leben voller Leidenschaft und Skandale

Anderson war nicht nur für seine Musik bekannt. Er sorgte für Aufsehen, als er beim Reading Festival 1981 seinen Kopf gegen Verstärkertürme schlug und blutete. Ein Auftritt, der vielen im Gedächtnis blieb! Außerdem brachte ein umstrittener Kaugummi-Austausch mit Gitarrist Mick Cocks in einem TV-Auftritt der Band ein lebenslanges Auftrittsverbot im australischen Fernsehen ein. Man könnte sagen, Anderson lebte das Rock’n’Roll-Leben in vollen Zügen – mit all seinen Höhen und Tiefen.

Seine Karriere war auch von politischen Ambitionen geprägt. 2011 trat er der Australian National Party bei und kandidierte in den folgenden Jahren für verschiedene Ämter, darunter ein Senatssitz für die Australian Liberty Alliance. Seine kontroversen Äußerungen zu Themen wie Einwanderung und gleichgeschlechtlicher Ehe sorgten für Diskussionen. Doch trotz dieser politischen Frustrationen blieb Anderson der Musik treu und tourte weiterhin – bis zuletzt. Eine letzte Europa-Tour war für 2026 geplant, die nun leider nicht mehr stattfinden kann.

Ein bleibendes Erbe

Die Band Rose Tattoo, oft als das Gossen-Pendant zu AC/DC bezeichnet, hinterließ mit ihren Alben wie „Assault & Battery“ und „Scarred For Life“ einen bleibenden Eindruck in der Rockgeschichte. Ihr Sound und ihre Bühnenpräsenz prägten eine ganze Generation von Musikern. Andersons Song „Suddenly“ wurde durch die Hochzeit von Scott und Charlene in der Serie „Neighbours“ 1987 zum Hit und trug zur Popularität der Band bei. Auch das Cover von „Nice Boys“ durch Guns N’ Roses im Jahr 1986 brachte Rose Tattoo neue Bewunderer.

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Anderson war nicht nur Musiker, sondern auch Schauspieler. Er trat in Filmen wie „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“ auf und begeisterte das Publikum im Musical „Jesus Christ Superstar“. Für seine Verdienste in der Jugendarbeit erhielt er 1993 den Titel Member of the Order of Australia. Sein Engagement für wohltätige Zwecke und seine Leidenschaft für die Musik werden unvergessen bleiben.

Gary „Angry“ Anderson wird als eine der markantesten Figuren im australischen Rock in Erinnerung bleiben. Sein Leben war ein bunter Mix aus Musik, Skandalen und sozialem Engagement. Die Welt hat einen echten Rockstar verloren, und es gibt nur einen „Angry Ant“ – und der wird immer weiterleben, in den Herzen seiner Fans und in der Musik, die er hinterlassen hat.