Kostenfalle Elektroauto: Grazer schockiert über 2.000 Euro Laderechnung
Heute ist der 24.09.2026 und in Graz sorgt eine Rechnung für Aufregung – und das nicht nur für einen Mann, der gerade zwei Tage auf Dienstreise war. Er parkte sein Elektroauto an einer Ladestation am Flughafen, in der Annahme, dass die Kosten für das Laden nur nach der tatsächlich geladenen Strommenge berechnet werden. Doch die Rechnung, die er erhielt, überstieg alle Erwartungen: mehr als 2.000 Euro. Ein echter Schock!
Was war passiert? Der Mann hatte seine Roamingkarte verwendet, die die Standzeit minutengenau abgerechnet hat. So summierten sich die Gebühren rasend schnell. Während der Standgebühren an den Ladesäulen des Flughafens von den Betreibern Moon und Apcoa bei Direktzahlung meist keine oder nur geringe Kosten verlangt werden, kam der Autofahrer hier in eine teure Kostenfalle. Kritisch äußerte er sich darüber, dass solche versteckten Kosten an den Ladesäulen nicht deutlich ausgewiesen sind. Das ist ein Punkt, den auch die Verbraucherzentralen und der ADAC betonen: Beim Laden an öffentlichen Ladesäulen können neben dem Strompreis auch zusätzliche Gebühren anfallen – sei es für die Minutenabrechnung oder für das Blockieren des Ladeplatzes.
Die Preisgestaltung an Ladesäulen
In der breiteren Diskussion um die Kosten fürs Laden von Elektroautos ist es wichtig, die Unterschiede zu verstehen. Der ADAC hat eine Marktübersicht erstellt, die zeigt, dass in Deutschland über 149.000 Normalladepunkte und mehr als 51.200 Schnellladepunkte existieren. Die Preise pro Kilowattstunde (kWh) variieren stark, abhängig vom Anbieter und vom Tarifmodell. Und wer denkt, dass Ad-hoc-Laden – also das Laden ohne Vertrag – günstiger ist, der irrt sich. In der Regel kann es bis zu 62% teurer sein als die Nutzung von vertragsbasierten Optionen.
Besonders an Autobahnen können die Preise für eine kWh zwischen 52 und 84 Cent schwanken. Das ist schon ordentlich. Und mit den gestiegenen Strompreisen an Ladestationen, die seit 2022 oft über 50 Cent pro kWh liegen, wird das Laden für viele zum teuren Vergnügen. Das Tesla Supercharger-Netzwerk hat über 3900 Ladepunkte in Deutschland, wobei die Preise je nach Standort und Tageszeit ebenfalls variieren.
Regulierung und Transparenz
Die Abrechnung an Ladesäulen muss natürlich eichrechtskonform sein und in kWh erfolgen, was nachvollziehbar dokumentiert sein muss. Ab dem 13. April 2024 wird es zudem verpflichtend sein, dass Ad-hoc-Preise vor Beginn des Ladevorgangs klar erkennbar sind. Auch müssen zusätzliche Gebühren transparent ausgewiesen werden – ein Schritt in die richtige Richtung, der hoffentlich auch in Österreich Schule macht.
Zurück zum Grazer Vorfall: Der Roamingkartenbetreiber zeigte zwar Verständnis für die missliche Lage des Mannes und arbeitet an einer Kulanzlösung. Doch die Diskussion um die Preisgestaltung und die Transparenz an Ladesäulen wird weitergehen. Denn wie der Fall zeigt, kann das Laden eines Elektroautos schnell zur Kostenfalle werden, wenn die Bedingungen nicht klar kommuniziert sind. Und das könnte nicht nur für Grazer, sondern auch für andere Autofahrer in Österreich und darüber hinaus zu einem echten Problem werden.
