Heute, am 11. Oktober 2026, wird die Vorfreude in Güssing spürbar. Es liegt etwas Aufregendes in der Luft. Christoph Krutzler, der neue Künstlerische Leiter der Sparte Erwachsenentheater in burgenländischen Kulturzentren, steht in den Startlöchern. Seine erste Spielsaison eröffnet er mit der Premiere von „Nincshof“ im Frank Hoffmann Kulturzentrum. Und das gleich am 15. Oktober, also in nur wenigen Tagen! Das verspricht, ein echtes Ereignis zu werden.

„Nincshof“, das ist nicht irgendein Stück. Der Debütroman von Johanna Sebauer hat vor drei Jahren die Bestsellerlisten erobert. Die Geschichte spielt in einem fiktiven Dorf in der Nähe des Neusiedler Sees und behandelt Themen, die viele von uns ansprechen. Es geht um drei Männer, die sich „Oblivisten“ nennen – ein Name, der schon irgendwie mystisch klingt. Sie wollen der Hektik unserer Zeit entfliehen und das Dorf Nincshof vergessen. Eine alte Dame, Erna Rohdiebl, spielt eine Schlüsselrolle in ihrem Vorhaben und wird ihnen helfen, ihre Träume zu verwirklichen.

Ein turbulenter Sommer in Nincshof

Die Handlung dreht sich um die Idee, dass Nincshof in Vergessenheit geraten soll. Wenn niemand mehr von diesem kleinen, beschaulichen Dorf weiß, können die Bewohner:innen und das Dorf selbst in Ruhe leben. Klingt nach einer Idee, die man sich mal durch den Kopf gehen lassen sollte, oder? Neuankömmlinge aus der Stadt stören allerdings das ruhige Dorfleben und sorgen für einen turbulenten Sommer, der die Oblivisten ganz schön auf Trab halten wird.

Die Uraufführung verspricht nicht nur eine spannende Handlung, sondern auch ein starkes Ensemble. Schauspieler wie Mona Kospach, Johanna Mertinz, Christoph Krutzler selbst, Skye MacDonald und Gerald Votava bringen die Charaktere zum Leben. Regie führt Lisa-Maria Cerha, während Fabian Pfleger die Bühnenfassung bearbeitet hat. Die Musik kommt von Ferry Janoska – das klingt nach einer Kombination, die das Publikum fesseln könnte.

Ein kulturelles Highlight für Burgenland

Die Kulturzentren in Burgenland sind seit ihrer Eröffnung im Jahr 1976 ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens. Sie bieten eine Plattform für Kreativität und Vielfalt. Kabarett, Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen – all das und noch viel mehr wird hier geboten. Jährlich strömen tausende Besucher in die verschiedenen Kulturzentren, um sich an hunderten Veranstaltungen zu erfreuen. Das ist nicht nur ein Ort des Erlebens, sondern auch des Austauschs und der Begegnung. Und jetzt, mit „Nincshof“, wird das Angebot um ein weiteres spannendes Stück bereichert.

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Die Vision von Christoph Krutzler, Theater für alle Burgenländer populär zu machen, findet offensichtlich Anklang. Auch Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hat positiv auf Krutzlers Ideen reagiert. Es bleibt spannend zu beobachten, wie das Publikum auf die erste Aufführung reagieren wird. Eines ist sicher: „Nincshof“ wird die Zuschauer mit seiner politischen und gesellschaftskritischen Botschaft zum Nachdenken anregen.